Millstreet: Keine EM-Medaillen für Junioren und Junge Reiter

Der Junge Reiter Jesse Luther beim Springen um den Goldenen Sattel im Januar in Leipzig

Der Junge Reiter Jesse Luther beim Springen um den Goldenen Sattel im Januar in Leipzig. (© Pauline von Hardenberg)

Es hat nicht sollen sein – am Ende fehlte den Junioren und Jungen Reitern im Springsattel das letzte Quäntchen Glück, um bei den Europameisterschaften in Millstreet in die Medaillenränge der Teams zu reiten. Dafür haben einige Deutsche gute Chancen auf Einzelmedaillen.

Bei den Junioren siegte die belgische Mannschaft nach spannendem Stechen gegen die Teams aus Italien und Großbritannien. Alle drei Mannschaften hatten acht Fehler nach den regulären Umläufen auf dem Konto. Im Stechen kamen für Belgien und Italien noch einmal acht hinzu, für Großbritannien 16. Da die Belgier die schnellere Gesamtzeit hatten, stand die Rangierung fest: Gold für die Belgier, Silber für Italien und Bronze für die Briten. Deutschland hatte gewissermaßen einen Abwurf zu viel. Mit zwölf Fehlern belegte die Mannschaft Rang vier. Christoph Maack und Dyleen hatten jeweils einen Abwurf in beiden Umläufen. Bei Justine Tebbel auf Casa Ciara wurde es einer im ersten, dafür aber keiner im zweiten. Ebenso erging es Henry Delfs und Carrington D. Philip Houston und Kannella kamen fehlerfrei aus Runde eins, nahmen aber im zweiten zwei Stangen mit. Das seien alles keine Reiterfehler gewesen, tröstete Bundestrainer Markus Merschformann, gibt aber auch zu: „Natürlich ist es ärgerlich, nah an einen Medaillenplatz heranzureiten und dann doch auf dem undankbaren Vierten zu landen. Wir haben aber alle vier Teamreiter und Einzelstarter Lars Volmer im Finale, das sind gute Voraussetzungen.“

 

JUNGE REITER ZU DRITT AUF RANG SIEBEN

Für die Jungen Reiter lief es bislang nicht wirklich rund. Nach dem ersten Umlauf lagen sie noch in Medaillennähe auf Rang vier. Im zweiten Umlauf mussten sie allerdings auf Theresa Ripke und Calmado verzichten. Dieses Paar gehörte im vergangenen Jahr zum siegreichen U21-Team, war stets eine Stütze der Mannschaft und kann zudem eine endlose Erfolgsliste bei Deutschen Meisterschaften und Preis der Besten-Einsätzen vorweisen. Aber in Millstreet scheint Calmado aus dem Tritt gekommen zu sein. Das fing schon am Mittwoch im Einlaufspringen an, wo das Paar ausschied. Im ersten Umlauf des Nationenpreises hatte Calmado sich davon anscheinend noch nicht recht erholt. Theresa musste aufgeben. So war die EM für sie vorzeitig beendet und die deutsche Mannschaft musste in Runde zwei auf ein Streichergebnis verzichten.

Gold holten am Ende die Iren mit fünf Fehlern insgesamt vor den Niederlanden (10) und der Schweiz (13). Für das deutsche Team steuerte Guido Klatte auf Qinghai zwei Nullrunden bei. Der 19-Jährige liegt nun in der Einzelwertung auf aussichtsreicher Position in Führung, gefolgt von der Niederländerin Sanne Thijssen auf Con Quidam. Jesse Luther und Clearwater kamen mit acht und fünf Fehlern aus dem Parcours. Bei Marie Schulze Topphoff auf Safira waren es vier und acht Fehler.

Bundestrainer Markus Merschformanns denkt nun vor allem an das, was vor ihm und besonders seinen Reitern liegt: „Wir lagen nach dem ersten Umlauf auf Rang vier und wussten alle, dass es sehr schwierig werden würde, sich ohne Streichergebnis weiter nach oben zu arbeiten. Dieses Ergebnis müssen wir jetzt so hinnehmen und auch ein Stück weit abhaken, um uns auf die Einzelwertung zu konzentrieren. Sowohl bei den Junioren als auch bei den Jungen Reitern haben wir dort Chancen auf gute Platzierungen. Auch wenn es in der Mannschaft nicht geklappt hat, habe ich die Hoffnung, dass wir noch mit einer Medaille nach Hause fahren.“

Die Daumen sind gedrückt!

Alle Ergebnisse aus Millstreet finden Sie hier.

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