Andrew Hoys Fünf-Sterne-Sieger Master Monarch lebt nicht mehr

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Andrew Hoy (AUS) und Master Monarch im Jahr 2004. (© www.toffi-images.de)

Kentucky, Badminton, Burghley: Gemeinsam mit seinem australischen Reiter Andrew Hoy war der Vollblüter Master Monarch in den ganz großen Vielseitigkeitsprüfungen erfolgreich. Nun ist der Wallach im Alter von 29 Jahren verstorben.

Master Monarch v. Just a Monarch erblickte 1991 das Licht der Welt. Seine ersten internationalen Erfahrungen sammelte der Vollblüter unter dem Australier Brook Staples, mit dem er auch bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney an den Start gehen durfte. Das Paar landete damals auf Platz 16 in der Einzelwertung. Drei Jahre später übernam Staples Landsmann Andrew Hoy die Zügel. Der Beginn einer erfolgreichen Partnerschaft!

Fast 20 Platzierungen unter den besten Zehn auf Drei- und Vier-Sterne-Niveau (heute Vier- und Fünf-Sterne) gehen auf das Konto von Master Monarch und Andrew Hoy. Zu den Höhepunkten der gemeinsamen Karriere zählt ohne Zweifel die Mannschafts-Bronzemedaille bei den Weltreiterspielen in Aaachen 2006. Im gleichen Jahr siegte das Paar außerdem in Lexington (Kentucky), einer von nur sechs Fünf-Sterne-Prüfungen weltweit. Auch im Cross von Marbach (2007)  und Fontainebleau (2005) waren die beiden siegreich. In Burghley (2007) und Badminton (2005) kam das Paar jeweils auf Rang drei.

Nach seiner Karriere mit Andrew Hoy war Master Monarch noch auf einigen internationalen Turnieren als Lehrpferd für die junge Britin Georgie Strang im Einsatz.

„Ein hyperaktives kleines Pferd“

„Die Dressur war nicht seine große Stärke, aber er war außergewöhnlich gut im Gelände!“, erinnert sich Andrew Hoy gegenüber Horse & Hound an Master Monarch. „Er war ein sehr hyperaktives kleines Pferd! … Er liebte es zu rennen und zu springen. Auf Fünf-Sterne-Niveau musste ich immer genau das richtige Tempo und einen korrekten Rhythmus beim Absprung erwischen – wenn mir das nicht gelang, konnte er es nicht schaffen – er hatte nicht viel Spielraum für Fehler. Aber wenn es mir gelungen ist, war er ganz außerordentlich. Er war ein schnell denkendes Pferd und es war einfach toll mit ihm zu arbeiten.“

Master Monarch, der im Stall auf den Spitznamen „Ben“ hörte, verbrachte den Ruhestand bei seinem britischen Besitzer Tom Attwood. Dessen Frau und Tochter haben den Braunen in den letzten Jahren geritten und umsorgt. „Ben hat uns so viel Vergnügen bereitet … Selbst in seinen späten Zwanzigern war er noch mit meiner Tochter in kleinen Springen im Pony Club am Start und hat meine Frau willentlich abgeworfen“, so Attwood.

Auch Andrew Hoy verabschiedete sich mit emotionalen Worten von seinem langjährigen Partner: „Er war ein unglaubliches Pferd, wir haben so viele tolle Events und Erfolge gemeinsam erlebt … Ruhe in Frieden, mein Freund.“

Instagram/ @hoyeventing

Quelle: Horse & Hound

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