Ein Lea Siegl-Wochenende in Montelibretti und Sieg im ersten Nationenpreis Vielseitigkeit der Saison für Belgien

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Von links Team Italien auf Platz zwei - Chef D’Equipe Giacomo Della Chiesa, Matteo Orlandi, Fosco Girardi und Evelina Bertoli; Nationenpreissieger Belgien mit Jarno Verwimp, Karin Donckers, Lara De Liedekerke Meier, Senne Vervaecke, und Chef D’Equipe Kai-Steffen Meier; dritter Platz Schweiz mit Felix Vogg, Roxane Gonfard und Equipechef Dominik Burger. (© FEI/Massimo Argenziano)

Montelibretti in Italien war an diesem Wochenende Austragungsort des ersten Nationenpreises Vielseitigkeit des Jahres auf europäischem Boden. Die Einzelwertungen der wichtigsten Prüfungen, dem CCI4*-L und dem CCIO4*-S, sicherte sich die Österreicherin Lea Siegl. Die Mannschaftswertung ging an Belgien.

Mit ihren 24 Jahren war sie wohl eine der jüngsten Teilnehmerinnen beim Vielseitigkeits-Turnier, das hinderte sie aber nicht daran, ihre Pferde direkt mal in Topform zu präsentieren: Lea Siegl aus Österreich kann man gut und gerne als Gewinnerin des Wochenendes bezeichnen, denn nichts anderes tat sie. In der kurzen Vier-Sterne-Vielseitigkeit übernahm sie mit dem nun 16-jährigen Routinier Fighting Line bereits nach der Dressur die Führung mit 24,5 Punkten. Im anschließenden Springen blieb der DSP-Wallach v. Ostermond xx fehlerfrei. Eine kleine Zeitüberschreitung brachten dem Paar im Gelände 0,4 Strafpunkte ein. Aber den Sieg blieb damit fest in der Hand der Amazone, die ihr Land bei den Senioren bereits 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio und 2022 bei der WM in Pratoni del Vivaro vertrat.

Dahinter wurde der Belgier Jarno Verwimp Zweiter mit der elfjährigen Elvis ter Putte-Tochter Mahalia und dem Ergebnis von 26,9 Punkten, gefolgt von Karim Florent Laghouag mit Triton Fontaine v. Gentleman IV und 29,1 Punkten.

Neben Jarno Verwimp waren auch die anderen Teamreiter Belgiens gut aufgelegt und sicherten sich den Sieg in der Prüfung, die auch als Nationenpreis gewertet wurde. Lara de Liederkerke-Meier holte mit dem Hannoveraner Diarado-Sohn Ducati d’Arville Rang vier (34,3 Punkte). Auch das Ergebnis von Karin Donckers und der 18 Jahre alten Fletcher van’t Verahof zählte für das Team: 36,9 Punkte sammelten die beiden, womit sie an achter Stelle rangierten. Das Streichergebnis bildeten somit Senne Vervaecke und Google van Alsingen (47,6 Punkte, Rang elf). Dahinter wurde das Team aus Italien Zweiter, gefolgt von einem nur zweiköpfigen Team aus der Schweiz.

Alle Ergebnisse vom CCI4*-NC-S in Montelibretti finden Sie hier.

Nochmal Lea Siegl im CCI4*-L

Nicht weniger gut gelang Lea Siegl der Auftritt in der langen Vier-Sterne-Vielseitigkeit. Dafür hatte die 24-Jährige den 13-jährigen DSP-Wallach Van Helsing P gesattelt. Der Van Gogh-Sohn war mit Siegl Teil der österreichischen Equipe bei der EM in Avenches 2021. Dort belegten die beiden Platz 16 in der Einzelwertung. Seither hat der Wallach das Niveau gefestigt. Seinen bisher größten Erfolg verbuchte Van Helsing P vor wenigen Wochen in einem CCI4*-S, ebenfalls in Montelibretti. Dort wurde er unter Siegl Fünfter.

An diesem Wochenende reichte es aber für ganz vorne. Schon die Dressur gelang so gut wie noch nie: Mit 28,4 Punkten mussten sich Lea Siegl und ihr Wallach aber zunächst mit Platz drei zufrieden geben. Aber dank eines fehlerfreien Geländes sowie abschließenden Parcours wurden die beiden schließlich ganz nach vorne gespült. Es ist der bisher größte Erfolg in der Karriere des Van Gogh-Sohns. „Ich bin überglücklich über diese souveränen Leistungen meiner Pferde“, sagte die 24-jährige Lea Siegl nach ihrem Sieg. „Wir haben uns sehr gut auf diese Saison vorbereitet, bei der das große Ziel die Olympia-Qualifikation für Paris 2024 ist.“ Und da sieht es nach diesem Auftakt in Idealmanier sehr gut aus: Siegl führt die Olympia-Gruppe B als Einzelreiterin an.

Pietro Sandei aus Italien wurde dahinter Zweiter mit 34,1 Punkten im Sattel von Rubis de Prere, gefolgt von wieder Karim Florent Laghouag (FRA) mit Embrun de Reno und 36,3 Punkten.

Alle Ergebnisse vom CCI4*-L in Montelibretti finden Sie hier.

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