Emily Roberg ist Deutsche Meisterin der Pony-Vielseitigkeitsreiter 2018

DM Pony Vielseitigkeit 2018 Ströhen

Emily Roberg und Sandro im Gelände von Ströhen (© Tina Pantel)

Der Reitverein Ströhen war am Wochenende Gastgeber der Deutschen Meisterschaften der Pony-Vielseitigkeitsreiter. Spätestens nach ihrem vierten Platz bei der EM zählten Emily Roberg und Sandro zu den Favoriten. Dieser Rolle wurden sie voll gerecht. Trotz eines nicht ganz so geglückten Auftakts.

In Ströhen war nämlich anscheinend auch etwas von Sturm Florence zu spüren, der den Reitern in Tryon zu schaffen gemacht hatte. Jedenfalls war es extrem windig. Das habe Sandro in der Box etwas nervös gemacht, berichtete Emily der FN-Presse . Aus diesem Grund lief es in der Dressur nicht ganz so wie gewünscht.

Anders in Gelände und Springen. Hier konnten die beiden wieder aufholen. Lediglich 1,2 Zeitstrafpunkte im Gelände kamen hinzu. So hatten sie am Ende 31.5 Minuspunkte auf dem Konto. Das reichte für den Titel. Bei der Pony-EM in Bishop Burton waren sie als Vierte bestes deutsches Paar gewesen. Auch die Mannschaft hatte einen Medaillenplatz knapp verpasst. Nun ist die 14-Jährige also Deutsche Meisterin.

Silber ging an Maya Marie Fernandez auf Kick. Die beiden brachten ihr Dressurergebnis nach Hause: 32,8 Minuspunkte. Maxima Homola und Nutcracker lagen vor dem Abschlussspringen in Führung. Ein Abwurf machte den Traum vom Sieg dann zunichte. Ihr blieb Bronze mit genau 35 Minuspunkten.

Qualität statt Quantität

Von den 24 Startern schied nur ein Paar im Gelände aus. Das freute insbesondere Bundestrainer Fritz Lutter, der gegenüber der FN sagte: „Das war ein sehr anspruchsvolles Gelände auf A-Zwei-Sterne-Niveau, das es in sich hatte. Ich bin glücklich, dass die Ponyreiter das hier so sicher bewältigt haben. Unser Vorbereitungslehrgang hat sich doch bewährt. Lieber ein kleineres Starterfeld mit guten Leistungen, als über 30 Paare, von denen zehn im Gelände ausscheiden.“

U16-Bundesfinale an Vera Heckelmann

Aus dem U15-Bundesfinale ist ein U16-Bundesfinale geworden. Erste Siegerin des neuen Formats war denn auch eine 16-Jährige: Vera Heckelmann auf der Hannoveraner Stute Lütte Deern. Allerdings war ihr Vorsprung denkbar knapp: gerade mal ein zehntel Punkt trennte das Paar vom Silberrang, nachdem zum Dressurergebnis noch 1,2 Minuspunkte für Zeitüberschreitung im Cross hinzu kamen.

Der knapp geschlagene Zweite war Nane Nikolaus Dehn auf Zilia D. Zudem durfte der 15-Jährige auch noch den Stilpreis entgegennehmen. Das D in Zilias Namen steht übrigens für Dehn, denn die Corland-Stute kam im Stall von Nanes Großvater zur Welt. Sie war einst im Stall von Ingrid Klimke zuhause.

Bronze holte Enna Weilandt auf Carrelon. Ein Abwurf im Parcours kostete sie den Sieg.