Lima 2019: Vielseitigkeitsteams aus USA und Brasilien qualifizieren sich für Tokio 2020

Lima 2019 Pan Am Games – Day 9

Das brasilianische Team in Grün mit Rafael Mamprin, Carlos Parro und Marcelo Tosi zusammen mit dem Gold-Team der USA, Tamra Smith, Douglas Payne, Lynn Symansky und Boyd Martin sowie die Bronze-Gewinner aus Kanada mit Karl Slezak, Collen Loach, Jessica Phoenix und Dana Cooke. (© Daniel Apuy/Getty Images for FEI)

Die Vielseitigkeitsmannschaften der USA und Brasilien haben bei den Pan-Amerikanischen Spielen in Lima, Peru, das geschafft, was sie in Tryon versäumt haben: sich für Tokio 2020 zu qualifizieren.

Die USA gewannen Mannschaftsgold in Lima, die Buschreiter aus Brasilien Silber. Für die USA war der Auftritt in der Reitschule der Armee von Peru in jeder Hinsicht ein Erfolg auf ganzer Linie, stellten sie doch auch den Einzelsieger sowie das Paar auf Rang zwei.

Boyd Martin und Tsetserleg, die beiden Zweitplatzierten des CCI5* von Kentucky, beendeten die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis und holten Einzelgold. Silber ging an Lynn Symansky auf RF Cool Play, auch die mit ihrem Dressurergebnis. Der Brasilianer Carlos Parro auf Qualkin Qurious holte Bronze.

Die Leistung der Brasilianer war umso bemerkenswerter, als da die Mannschaft durch den Ausfall ihres erfahrensten Reiters geschwächt war, Ruy Fonseca. Er hatte mit seinem Ballypatrick SRS einen schlimmen Sturz im Gelände, brach sich die linke Schulter und „einige Rippen“, wie er aus dem Krankenhaus berichtete. Dem Pferd ist nichts passiert. Im Endeffekt war es also Glück im Umglück. Und seine Mannschaftskollegen haben es ja herausgerissen. Feiern wollten sie aber noch nicht ohne Fonseca: „Wir warten, bis er aus dem Krankenhaus entlassen wurde und mit uns anstoßen kann.“

Für die USA war es der zehnte Sieg in der Vielseitigkeit bei Pan-Amerikanischen Spielen. „Es war viel schwieriger, als ich erwartet hatte“, gab der 39-jährige Boyd Martin später zu. „Wir sind hierhergekommen und standen schon etwas unter Druck. Aber wir alle haben unser Bestes gegeben und wie Eric (Duvander, der Teamtrainer) sagte, wir haben gute Pferde, super Reiter, den besten Trainer der Welt, großartige Hufschmiede, Tierärzte usw. Es gab keinen Stein, den wir nicht umgedreht hätten. Nun müssen wir jeden Tag, der uns bleibt nutzen, um uns bis Tokio weiter zu verbessern.“

Qualifiziert für die olympische Vielseitigkeit haben sich nun die folgenden Nationen: Japan (als Gastgeber sowieso gesetzt), Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland, Australien, Neuseeland, Polen, China und Thailand.

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