Abschied von Don Gregory

Don Gregory – eine große Hengstpersönlichkeit lebt nicht mehr.

(© Don Gregory – eine große Hengstpersönlichkeit lebt nicht mehr.)

Mit 27 Jahren fiel der Hannoveraner Hengst Don Gregory v. Donnerhall einer schweren Kolik zum Opfer. Zuletzt war der Dunkelfuchs im Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen stationiert.

Urs Schweizer, der Geschäftsführer in Lodbergen erzählt, was passiert ist: „Nach seinem täglichen Auslauf im Paddock hatte er eine schwere Kolik und wurde sofort in die Klinik gebracht, wo die Tierärzte noch alles Mögliche versucht haben. Leider stellte sich heraus, dass eine OP unumgänglich ist, und diese wollten wir dem Hengst nicht mehr zumuten. Schweren Herzens haben wir entschieden, den Hengst einschläfern zu lassen.“

Don Gregorys Karriere begann auf dem Gestüt Vorwerk in Cappeln. Paula Vorwerk hatte ihn seinerzeit entdeckt. Das Licht der Welt erblickte er allerdings bei Albert Siemer in Visbek, der ihn aus einer Mutter v. Graphit-Anteil/T. gezogen hat. Don Gregory war unter Martina Hannöver-Sternberg und Lisa Wilcox (USA) selbst erfolgreich bis Grand Prix und vererbte seine Leistungsbereitschaft – typisch Donnerhall – zuverlässig weiter. Er hinterlässt zahlreiche in der schweren Klasse erfolgreiche Sportpferde – nicht nur für das Viereck, sondern auch im Springparcours. Don Charly gehörte mit Minna Telde zum viertplatzierten Schwedischen EM-Dressurteam von Windsor 2009. Don-Dior war unter Frank Freund in den Grand Prix-Prüfunge von München, Stadl Paura/AUT und Donaueschingen erfolgreich und Der Daimler gewann unter Jonas Schmitz-Heinen Teamgold bei der EM der Dressurjunioren 2011.

Zehn Don Gregory-Söhne wurden gekört, darunter Don Davidoff, Oldenburger Siegerhengst, zweifacher Bundeschampion, Weltmeister der jungen Dressurpferde und später S-erfolgreich. Oder auch der Leistungsprüfungssieger Day Dream, der später ebenfalls bis Grand Prix ging. Mit Ferdonia stellte Don Gregory 2002 die Oldenburger Siegerstute in Rastede. Über Don Davidoff ist Don Gregory Großvater des amtierenden Aachen-Siegers Don Auriello (Tinne Vilhelmson-Silfvén, SWE) und über Don Ruto außerdem Opa von Carl Hesters aktuellem Championatspferd Nip Tuck.

Urs Schweizer sagt: „Don Gregory war bis zuletzt fit und hatte eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Er genoss die Aufmerksamkeit und Pflege, die ihm bei uns durch unser Team zuteil wurde. Von unseren zahlreichen Gästen ließ er sich gerne bestaunen und wurde dann immer noch ein paar Zentimeter größer. Wir sind sehr traurig über den Verlust.“

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