BuCha 2013: Über das kleine Finale zum Titel bei den fünfjährigen Dressurpferden

Es gab im Finale der fünfjährigen Dressurpferde keinen echten Ausreißer noch ganz oben, dafür aber ein dicht gedrängtes Spitzenfeld, in dem die Oldenburger mit Gold, Silber und Bronze absahnten. Ganz vorne stand am Ende QC Flamboyant unter Marita Pundsack. Silber ging an Sir Heinrich OLD vor Soiree de Saumur, die sich genauso wie For Comtess Royal NG Bronze sicherte.

Es war eine knappe Kiste, die der Fidertanz De NiroSohn QC Flamboyant (Z.: Werner Meyer, B.: Patrick D’eer) für sich entschied. Bis dem Oldenburger Wallach die Siegerdecke aufgelegt wurde, musste seine Reiterin Marita Pundsack jede Menge Nerven beweisen. In der ersten Qualifikation waren sie nicht platziert, das kleine Finale entschied das Paar klar für sich. Im Finale, einer Dressurpferdeprüfung der Klasse L, gingen sie als Siebter ins Viereck und mussten bis zum letzten Reiter zittern, ob es reicht.
Der großrahmige Wallach kann sich bewegen, vor allem im Trab. Ein echtes Sahneteilchen, urteilte Kommentator Christoph Hess. Der Wallach schwang schön durch den Körper, hielt in den Volten und den drei Bögen durch die Bahn die Balance, versammelte sich gut und hatte ordentlich Schwung in den Trabverstärkungen. Dafür gab es die Tageshöchstnote von 9,5. Im Schritt (8,0) hätte der großrahmige Rappe mehr zum Schreiten kommen können, die Galoppade (9,0) war schön bergauf gesprungen. Im zweiten Außengalopp sprang QC Flamboyant um. Ich dachte: das wird nichts mehr, sagte Martia Pundsack. Dieses Missgeschick drückte die Durchlässigkeitsnote auf 8,0, für den Gesamteindruck zückten die Richter die 9,0. Macht in Summe 8,7 für den neuen Bundeschampion.

Ein ganz anderes Pferd landete auf dem Silberrang: Sir Heinrich OLD ein kompakter Oldenburger Fuchshengst, der sich unter Anja Wilimzig leichtfüßig präsentierte. Im vergangenen Jahr hatte der Sieger der zweiten Abteilung in der Qualifikation bereits Silber bei den Reitpferde-Hengsten gewonnen. Im Trab mit tollem Go ausgestattet, patent und dynamisch, so Christoph Hess. Die Richter schwankten zwischen einer 9,0 und 8,5 ein Taktfehler in der letzten Verstärkung gab den Ausschlag für die niedrigere Note. In den Verstärkungen könnte der Sohn des Sir Donnerhall Fürst Heinrich noch etwas mehr unter dem Schwerpunkt fußen. Auch für den Schritt (schönes Schreiten) und den Galopp (zeitweise ein wenig fest im Rücken) bekam der Beschäler des nordrhein-westfälischen Landgestüts die 8,5, ebenfalls für die Durchlässigkeit, der Fuchs war immer sicher vor den treibenden Hilfen. Zusammen mit einem Gesamteindruck von 9,0 machte das in Summe eine 8,6. Das war übrigens die zweite Medaille für den Züchter des Hengstes Paul Wendeln (Garrel) an diesem Wochenende: Die Vollschwester von Sir Heinrich, Cindy OLD wurde Championesse der dreijährigen Stuten und Wallache.

Die Bronzemedaille wurde zwei Mal verliehen, zum einen an die Siegerin der Qualifikation, Soiree de Saumur unter ihrer Besitzer- und Reiterin Ann-Kristin Dornbracht. Im Trab präsentierte sich die Oldenburger Tochter des San Amour Latimer (Z.: Maren Bergen, Wagenfeld) in einem schönen Seitenbild. Die Vollschwester der letztjährigen Bundeschampionesse der dreijährigen Stuten und Wallache, Soiree dAmour, ist mit großem Bewegungspotenzial im Trab ausgestattet, die Note 9,0. Im Schritt (8,5) könnte die Stute etwas mehr aus der Schulter vorfußen, im Galopp (8,0) war sie sicher im Ablauf, hielt sich allerdings etwas fest. Für Abzüge in der Durchlässigkeit (8,0) sorgte ein zu groß angelegtes Kurzkehrt, bei der Soireee de Saumur ihrer Reiterin vorne abkippte. Für den Gesamteindruck gab es die 9,0, macht insgesamt eine 8,5.

Mit der gleichen Note wurde auch For Comtess Royal NG Dritte. Die großrahmige, elegante Dunkelfuchs-Stute von Florenciano Show Star (Z.: Herbert Laumann, Greven) trabte dynamisch und ausbalancierte durch den Körper, für diese Gangart gab es eine 9,0. Schritt und Galopp wurden mit 8,0 bewertet. Die Durchlässigkeitsnote (8,0) wäre noch höher ausgefallen, wenn die westfälische Stute ihrer Reiterin Stefanie Wolf im Außengalopp nicht einmal umgesprungen wäre.

Die 16 Pferde im Finale kamen aus drei Zuchtgebieten (sechs Westfalen, sechs Hannoveraner, vier Oldenburger) und stammten von 14 verschiedenen Hengsten aus ab, nur Quaterback und Sir Donnerhall I stellten jeweils zwei Pferde. Fünf Pferde führten über die väterliche Seite D-Blut (Donnerhall).

Hier gibt es die weiteren Ergebnisse

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