Landgestüt Celle: Top-Vererber Embassy I ist tot

Landgestuet Celle Foto Jacques Toffi

(© Jacques Toffi/www.toffi-images.de)

Das Landgestüt Celle teilt über Facebook mit, dass der 19-jährige Hannoveraner Embassy I aufgrund eines zentralen Nervenschadens eingeschläfert werden musste.

Das Landgestüt verabschiedet sich auf Facebook von ihrem Champion: „Anfang dieser Woche erkrankte der dunkelbraune Hengst plötzlich und wurde gestern schließlich mit einem zentralen Nervenschaden in die Tierärztliche Hochschule in Hannover eingeliefert. Leider schaffte er es nur noch mühselig vom Anhänger. Ohne jegliche Aussicht auf Besserung, entschieden wir uns den treuen 19-jährigen Vererber zu erlösen.“

Facebook/Landgestüt Celle

Das Landgestüt Celle trauert um den Landbescäler Embassy I (© Facebook/Landgestüt Celle)

 

Vererber-Qualitäten

Der dunkelbraune Hengst Embassy I ist 1997 bei Dr. Bonny-Jasmin Jacobs zur Welt gekommen und 2000 gekört worden. Seine Mutter Sammy Jo ist eine der bedeutendsten Zuchtstuten der jüngeren Hannoveraner Zuchtgeschichte, über ihren Vater Silvio und ihren Muttervater Calypso II bringt sie Holsteiner Springgene mit. Sie ist unter anderem 2012 als „Hannoveraner Stute des Jahres“ geehrt worden. Embassy I war der erste von mehreren Escudo-Söhnen dieser Stute. Ihre Nachkommen haben insgesamt knapp 900.000 Euro verdient, den Löwenanteil davon Escudos I „kleiner Bruder“ Embassy II. Der brauchte zwar züchterisch mehrere Anläufe bis ihn der Hannoveraner Verband zur Zucht zuließ, hat aber unter Hans-Dieter Dreher im großen Sport schon mehr als 860.000 Euro verdient. Die beiden wurden 2015 unter anderem Zweiter im Großen Preis von La Coruna (ESP). Escudo I galt als ein Landbeschäler, der verlässlich Rittigkeit und Springvermögen an seine Nachkommen weitergegeben hat.
Züchterisch hinterlässt der Dunkelbraune aus dem Celler Landgestüt zwölf gekörte und anerkannte Söhne. Im Sport hat jedoch eine Stute die Nase vorn: Escada, sie trägt alleine 67.000 Euro zur gesamten Nachkommens-Gewinnsumme von 365.000 Euro bei. Sie war Ingrid Klimkes erste Wahl für die Olympischen Spiele in Rio, musste dann aber wegen einer Bänderreizung zurückgezogen werden.