Lillet und Andreas Dibowski sind Bundeschampions der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde

Bundeschampionate 2021

Sieger der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde beim Bundeschampionat 2021: Lillet und Andreas Dibowski (© Friederike Wittland/Equitaris)

Vermutlich wurde gestern auf dem Irenenhof noch mit einem Gläschen Lillet auf den Bundeschampionatstitel der Holsteiner Stute Lillet mit Andreas Dibowski bei den fünfjährigen Vielseitigkeitspferde angestoßen.

Schon in der Qualifikationsprüfung für das große Finale konnte die Holsteiner Stute Lillet, eine Livello-Tochter aus einer  Calido I-Mutter die der Besitzergemeinschaft Irenenhof Döhle gehört und aus der Zucht von Morena Petersen aus Ahrenviöl stammt, sich unter Andreas Dibowski als „tolles Vielseitigkeitspferd“, so die Wortwahl der Richter, präsentieren.

Und auch am Sonntag im großen Geländefinale legten die beiden wieder eine glänzende Runde auf dem heiligen Rasen in Warendorf hin. Mit einer 8,5 für die Rittigkeit, einer 9,0 auf den Gesamteindruck, auf die Galoppade sowie auch auf die Springtechnik übernahmen sie mit ihrer Geländerunde die Führung. Mit 37,9 Punkten setzten sie sich direkt vor den Holsteiner Hengst Duplexx und Jan Matthias.

Silber

Jan Matthias war mit seinem schwarzbraunen Hengst Duplexx (Z.: Hans-Peter Petersen B.: Michael Christiansen) ursprünglich als Führender ins Gelände gegangen. Dort gab es jedoch „nur“ eine Gesamtwertnote von 8,1, die für Jan und seinen Diarado-Sohn, der übrigens über die Mutter das begehrte Heraldik xx-Blut (Butts Abraxxas & Co.) mitbringt, den Silberrang bedeutet. Die Richter konnte der junge Hengst besonders mit seiner beeindruckenden Galoppade (8,5) überzeugen. Und auch seine Springtechnik (8,0), mit einem guten, schnellen Abfußen, wurde am Ende mit hohen Wertnoten belohnt. „Hin und wieder nahm sich das Pferd jedoch den Zügel und damit auch den Rhythmus vor dem Sprung“, sodass der Bereich Ausbildung und Rittigkeit (7,5) womöglich, wenn auch nur knapp, ihn am Ende den Sieg kostete. Mit dem Vize-Championstitel und dem Tierschutzpreis „Fairplay mit dem Partner Pferd“ konnten Jan Matthias und sein prächtiger Hengst sich am Ende trotzdem sichtlich freuen.

Bronze

Die Bronzemedaille nahm mit einem strahlendem Lächeln Jule Wewer mit ihrer Oldenburger Stute Ibby frisky (v. Chaccato – Iberio) entgegen. Eine „richtige Sportlerin“, wie die Richter sie nannten, hat Jule Wewer in der, für die jungen Pferde doch anspruchsvollen Geländeprüfung der Klasse L vorgestellt. „Mit einer kraftvollen und zugleich leichtfüßigen Galoppade“ erhielt die Chacco-Blue-Enkelin (Z.: Heinz Mörker B.: Dr. Petra Wewer) die Tageshöchstnote von 9,5 für ihre Galoppade. Mit einer 9,0 für die Springmanier, eine 8,0 für die Rittigkeit und eine 9,0 auf den Gesamteindruck kletterten die beiden direkt aufs Treppchen.

Weitere Ergebnisse

Gleich hinter den Podesträngen platzierte sich die Westfalen-Stute Come on Lotti, eine Casiro-Tochter aus einer Come on-Mutter (Züchter und Besitzer: Dr. Rolf Wilcken, Gescher), mit U21 Nachwuchskader Reiterin Ann-Catrin Bierlein. Auf dem fünften Rang platzierte sich Dia Divina (v. Diacontinus – D’Anzex AA, Züchter und Besitzerin: Dr. Susanna Kleindienst, Soltau) mit Nadine Marzahl. Und den sechsten Rang sicherte sich die vierfache Deutsche Nachwuchsmeisterin Anna Lena Schaaf (20) mit ihrem Oldenburger Springpferde-Hengst Casalido S (v. Casalido – Cartani, Züchter und Besitzer: Theodor Sporkmann)

Lisette Robiné