German Masters: Zwei Siegerinnen im Piaff Förderpreis

Doppelsieg im Piaff Förderpeis für Marion Engelen auf Diego und Jenny Lang mit Loverboy

Stuttgart Schleyerhalle 19.11.2010 Internat. Reitturnier German Masters Dressur (Finale Piaff-Fšrderpreis): zwei Siegerinnen/zwei erste PlŠtze fŸr Marion Engelen und Diego (links) und Jenny Lang mit Loverboy (beide GER) ©Julia Rau Am Zollhafen 12 55118 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 RŸsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen GeschŠftsbedingungen (© Julia Rau)

Wow, war das spannend! Zum elften Mal wurde das Finale des
Piaff-Förderpreises in der Stuttgarter Schleyer-Halle ausgetragen und
zum ersten Mal wurde der Preis von zwei Reiterinnen gewonnen:
Jenny Lang und Marion Engelen erzielten beide exakt 1633 Punkte, was
69,489 Prozent entspricht.

Schon im letzten Jahr war die Entscheidung denkbar knapp ausgefallen. Wegen einem einzigen Punkt war Marion Engelen, die Siegerin von 2008, mit einer erfolgreichen Titelverteidigung gescheitert und musste Kristina Sprehe mit Royal Flash den Vortritt lassen. Diese brachen durch Fehler in diesem Jahr allerdings ganz ein und wurden nur Achte (63,404) unter den acht Finalisten. 2010 hat es nun für die 25jährige Rheinländerin Marion Engelen mit ihrem zehnjährigen Oldenburger Wallach Diego erneut zum Titelgewinn gereicht.

Auch die zum engsten Favoritenkreis zählende Fabienne Lütkemeyer konnte mit Qui Vincit Dynamis daran nichts mehr ändern und wurde Vierte (64,043) hinter der drittplatzierten Kerstin Sieber und Charly WRT (65,787). Ein Novum war, dass das Finale am Freitagnachmittag ausgetragen wurde und nicht am Morgen. Die Zuschauerkulisse war für unsere Verhältnisse sehr groß, so die von Ton de Ridder trainierte Marion Engelen, dafür möchten wir uns beim Veranstalter bedanken.

Die Kulisse führt aber auch bei den auf diesem Niveau noch unerfahrenen Reitern noch zur gewissen Einschüchterung. Dennoch mit ihren Noten wären die beiden Siegerinnen auch beim Grand Prix am Vormittag unter den Top-Fünf gelandet. Erstmals waren es auch fünf O-Richter, die die jungen Reiter richteten und nicht ein nationales Richterkollegium. Das haben wir ganz gezielt so gemacht, damit sich die jungen Reiter auch in dieser Hinsicht an den Großen Sport gewöhnen, so Jürgen Koschel.

Die große Überraschung an der Spitze war die 23jährige Baden-Württembergerin Jenny Lang mit ihrem zehnjährigen Holsteiner Wallach Loverboy, mütterlicherseits ein Halbbruder zu Lars Niebergs Sprigncrack Lord Luis. Wir haben ihn fünfjährig nur leicht angeritten als Dressurpferd gekauft, aber eine Springpferdeprüfung Kl. A ist er auch schon gegangen, so seine derzeit vor allem von Isabell Hermann trainierte Reiterin. In den höheren Dressursport sind beide gemeinsam hineingewachsen. Ich bin mit ihm meine erste M/A-Dressur gegangen. Letzten Winter haben wir mit den Grand-Prix-Lektionen begonnen und sind im Laufe des Jahres in den Grand-Prix-Sport hineingewachsen.

Der Piaff-Förderpreis, so erläutert U25-Bundestrainer Jürgen Koschel, ist so aufgebaut, dass sich erst alle unter 25-jährigen Reiter zu einem dreitägigen Lehrgang in Warendorf anmelden, die glauben, sie können auf dem Kurz-Grand-Prix-Niveau reiten. In diesem Jahr waren es dreißig. Von ihnen haben wir rund die Hälfte nach dem dreitägigen Lehrgang und dem Aufgabenreiten am Abschlusstag für die Teilnahme an den vier Qualifikationen der Serie angenommen. Die besten Acht der Qualifikationsprüfungen wurden zu einem Lahrgang auf dem Schafhof in Kronberg im Vorfeld des Schleyer-Halle-Turnieres eingeladen und dort haben Holger Schmezer, Jonny Hilberath und ich gemeinsam mit den Heimtrainern gearbeitet und nach diesem schrittweisen Aufbau über die Saison reiten die Finalisten einen langen Grand Prix, insofern ist diese Aufgabe für viele noch ungewohnt.

Während Marion Engelen schon öfters mit Diego einen langen Grand Prix geritten ist, war es für Jenny Lang und Loverboy erst der zweite Lange. Der erste war bei den baden-württembergischen Meisterschaften. Auch, der war gleich von Erfolg gekrönt, das Paar wurde Vize-Meister im Ländle. Während Jenny Lang, die den Reitsport in ihre Familie gebracht hat, (Heute sind meine Eltern glücklich, früher waren sie das nicht immer, da es ein sehr aufwendiger Sport ist) sich im nächsten Jahr wieder auf den Piaff-Förderpreis konzentrieren möchte und darauf, in den nächsten eineinhalb Jahren ihr Studium des Wirtschaftsingenieurwesens in Karlsruhe zum erfolgreichen Abschluss zu bringen, gilt es für Marion Engelen nun endgültig im Senioren-Grand-Prix-Sport Fuß zu fassen. Das ist mein großes Ziel, so erfolgreich wie im Jugendbereich auch im Seniorenbereich zu werden. Die Chancen stehen gut, denn mit Matthias Rath und Christoph Koschel waren in diesem Jahr gleich zwei Reiter in der deutschen WM-Bronze-Mannschaft von Kentucky vertreten, die mit Erfolg am Piaff-Förderpreis teilgenommen haben.

Birgit Popp

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