10 Tipps, wie Pferde sicher durch die Silvesternacht kommen

fireworks-879461

Wir haben 10 Tipps, damit Ihr Pferd sicher durch die Silvesternacht kommt.

Nach den besinnlichen Weihnachtsfeiertagen wird es stressig für die Pferde, denn nach Weihnachten ist vor Silvester. Wir haben 10 Tipps, damit Ihr Silvester mit Pferd ruhig verläuft.

wwAn Weihnachten wird es in vielen Pferdeställen ruhig. Oft ist das Training so angelegt, dass die Vierbeiner auch über die Feiertage ein wenig ausspannen können. Doch kaum ist das besinnliche Weihnachtsfest vorüber, hört man schon die ersten Knallgeräusche – viele machen sich schon die Tage vor Silvester einen Spaß daraus, Raketen zu zünden. Für die bedeutet der Jahreswechsel immer Stress, denn die Geräusche sind hören sie nicht jeden Tag und können mitunter dazu führen, dass die Pferde in Panik geraten. Dem kann mit entsprechender Vorbereitung vorgebeugt werden.

1. Reden hilft

Egal, ob Sie in einem ruhigen Gebiet oder in einem vielbebauten Wohngebiet Ihren Stall haben, auf jeden Fall sollten Sie zwischen den Jahren das Gespräch mit den Nachbarn suchen. Oft ist den Menschen weder bewusst, dass die Knallerei die Tiere in Panik versetzen könnte, noch denken sie überhaupt daran, dass ein Stall in der Nähe ist. Selbst wenn die Nachbarn darauf bestehen, zu Rakete & Co. greifen zu müssen, kann man sich im besten Fall auf eine gewisse Anzahl oder einen Zeitraum in dem geknallt wird einigen.

2. Hell & Dunkel

Auch wenn es in der Silvesternacht nicht zu kalt sein sollte und Sie normalerweise eine Tür oder ein paar Fenster geöffnet lassen würden, in dieser Nacht sollte alles geschlossen werden, was möglich ist. Auch können Fenster mit Kartons von außen oder innen angebracht für Ruhe sorgen, denn auch die Lichter sorgen für Unruhe. Während von außen kein Licht mehr eindringen kann, sollte es im Stall aber über Nacht brennen. Pferde können bei Licht besser sehen und es kann beruhigend wirken.

3. Let’s get loud

Nicht zu laut natürlich, aber viele Pferdehalter haben gute Erfahrungen damit gemacht, wenn Musik im Stall läuft. Nachweislich hat vor allem klassische Musik eine entspannende und beruhigende Wirkung auf die Vierbeiner. Ob Sie nun zu Bach & Beethoven oder zum Radio greifen – hauptsache es läuft ein bisschen Musik im Stall.

4. Nervennahrung

Nicht von ungefähr greifen Menschen bei Stress zum Essen, denn kauen beruhigt. Bei Pferden ist es nicht anders. Also an dem Tag mal alle Fünfe gerade sein lassen und ab 23.30 Uhr für ausreichend Heu in den Boxen sorgen. Dem Winterspeck wird meistens eh erst nach Neujahr der Kampf angesagt.

5. Auspowern

Auch wenn Sie es über die Weihnachtstage etwas ruhiger angehen lassen mit dem Training – vor und an Silvester sollte trainiert werden. Es muss nicht bis zur absoluten Erschöpfung geritten werden, aber die Pferde sollten sich an Silvester noch nicht an ihrer Box satt gesehen haben, denn die angestaute Energie kann sich schnell entladen, wenn die ersten Knallgeräusche ertönen. Am Silvestertag am besten gleich morgens trainieren, dann ist es meistens noch ruhig am Himmel. Gegen späten Nachmittag sollten aber alle Pferde in ihren Boxen sein, um den Überraschungseffekt auf dem Paddock zu vermeiden.

6. Vorsicht ist besser als Nachsicht

Sowohl für die Paddocks, als auch die Ställe selber gilt: Alles auf ihre Sicherheit überprüfen. Allen voran bei Offenstallhaltung darauf achten, dass die Zäune ausbruchsicher sind. Bei einer computergeregelten Fütterung sollte man sich überlegen, die Gänge zu schließen für die Silvesternacht. Falls das Pferd in Panik gerät, kann es nicht zu allen Seiten flüchten und im schlimmsten Fall kopflos werden und sich dabei verletzen.

7. Gewohnheit ist Trumpf

Bei Offenstallhaltung kann man Tage vor der Silvesternacht einen CD-Player an den Zaun stellen und daraus Knallgeräusche ertönen lassen. Leise anfangen und die Tage danach immer ein bisschen lauter werden. Das hilft nicht nur den Pferden, sondern auch den Besitzern oder demjenigen, der an dem Abend den Stall kontrolliert. Denn dabei kann man beobachten, welche Pferde panisch werden könnten und wer gelassen bleibt.

8. Jung & alt

Im Offenstall kann man es nur hoffen, aber bei Boxenhaltung kann man es beeinflussen – dass sich die Ruhe eines älteren Pferdes auf die jüngeren oder nervigeren Pferde überträgt. Wer weiß, dass er ein sehr sensibles Pferd hat, der sollte für die Nacht nach einem Boxennachbar fragen, der schon mehrere Silvesternächte hinter sich hat. Oft bricht erst gar keine Panik aus, wenn der Rest in der Runde ruhig bleibt.

9. Ruhig gestellt

Sogenannte Rescue-Bachblüten können auch entspannend wirken. Damit erspart man dem Pferd eine Sedierung, aber es ist trotzdem locker und entspannt. Aber auch Melisse, Pferdehanf oder Baldrian können für etwas Ausgeglichenheit im Pferd sorgen. Am besten vorher mit dem Tierarzt sprechen, was er empfiehlt.

10. Im Notfall: Tierarzt

Auch wenn jede Maßnahme getroffen wird, sind manche Pferde mit einem derart dünnen Nervenkostüm bestückt, dass sie den Knallgeräuschen gar nicht stand halten können. Dann ist es nicht nur für das Pferd besser, wenn der Tierarzt zur Beruhigung etwas spritzt, es ist auch sicherer für alle anderen Pferde im Stall. Denn auch wenn alle ruhig sind, kann sich die Panik eines Pferdes auf alle anderen auswirken. Dafür sollte aber auf jeden Fall Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden. Und auch wenn sowieso jemand nachts den Stall kontrollieren sollte, ist es unabdingbar, sobald ein Pferd sediert ist.

 

Nach der Silvesternacht sollten morgens als erstes Paddocks, Weiden und die nähere Umgebung auf Blindgänger untersucht werden!

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.