BREAKING NEWS: Chacco-Blue plötzlich verstorben

Chacco-Blue und Andreas Kreuzer in Hamburg 2012

(© www.toffi-images.de)

Der Mecklenburger Hengst Chacco-Blue lebt nicht mehr. Vor wenigen Stunden ist der profilierte Vererber der Hengststation Schockemöhle in Mühlen plötzlich tot zusammengebrochen.

Er war das erfolgreichste Mecklenburger Pferd der vergangenen Jahren und der Lieblingshengst von Paul Schockemöhle: Chacco-Blue, 14 Jahre alt, braun, ein Sohn des Holsteiner Chambertin aus einer Contender-Godavari xx-Mutter, ist vor wenigen Stunden in Mühlen tot zusammengebrochen. Im vergangenen Jahr war er Dritter im Großen Preis von Aachen geworden und hatte damit den noch jungen und international wenig bekannten Andreas Kreuzer in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit katapultiert.
Als Fünfjähriger war der Hengst mit André Plath beim Bundeschampionat erstmals aufgefallen (Rang sechs), dort erwarb ihn Paul Schockemöhle. Ein Jahr später ritt ihn der Ire Cameron Hanley im Finale (Rang neun). In den großen Sport hinein brachte Alois Pollmann-Schweckhorst den Hengst.
Obwohl noch jung an Jahren, weist Chacco-Blue bereits die große Anzahl von 23 gekörten Söhnen auf – weswegen er als „Elitehengst“ ausgezeichnet wurde. Auf den letzten Körungen standen die Nachkommen des braunen, unverkennbar von Cor de la Bryère, auf den er mehrfach ingezogen war, geprägten Vererbers stets hoch im Kurs. Er hat 170 erfolgreiche Nachkommen im Sport, die 80.258 Euro gewonnen haben. Fünf von ihnen sind bereits in S-Springen erfolgreich. Die Ältesten sind in diesem Jahr zehnjährig.
Bereits bei den Deutschen Meisterschaften in Balve war Chacco-Blue nicht in Form. Nach zwei Abwürfen im ersten Springen hatte man auf den weiteren Einsatz verzichtet.
Heute vormittag erlitt der Hengst einen Schwächeanfall, zwei Tierärzte waren vor Ort. Mit Medikamente versuchten sie den Hengst zu stabilisieren, konnten ihm aber nicht mehr helfen. Andreas Kreuzer war nicht dabei, er hatte nach Balve einen freien Tag und erfuhr auf dem Weg nach Mühlen von dem Tod seines Spitzenpferdes. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären. Der Samenversand ist gestoppt worden.