Blog: „Wenn ich dreimal am Tag Spaghetti essen müsste…“

Ton de Ridder gab den zwölf Reitern Tipps und Anregungen für die neue Saison.

(© Ton de Ridder gab den zwölf Reitern Tipps und Anregungen für die neue Saison.)

In der neuen Halle auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem ging es trotz kalter Temperaturen in Sachen Ausbildung hoch her. Der international renommierte Dressurausbilder Ton de Ridder gab Tipps für die nächste Saison

Tag eins des zweitägigen Dressurseminars des Olympia-Trainers Ton de Ridder: Bepackt mit Tee und zahlreichen Leckereien, die mich über einen langen Lehrgangstag bringen sollten, erreichte ich heute morgen die neue Halle auf dem Olympiagelände in München-Riem. Entzückt brachen meine bayerischen Wurzeln durch, als sich die Halle zur Mittagszeit immer mehr füllte und vermehrt typisch baierische Laute durch die Luft flogen und viele Vokale einfach verschluckt wurden. Wieder dahoam, mei, ist des schee!

Während die Heimat-Gefühle in mir hochkochten – die Temperaturen in der Reithalle folgten diesem Trend leider nicht – wurde im Viereck fleißig an den Lektionen geschraubt. Traversalen, fliegende Wechsel, Pirouetten – hoch war das Niveau auf dem geritten wurde. Immer wieder ließ Ton de Ridder, gebürtiger Niederländer, aber seit Jahren in Deutschland, seine Erfahrungen einfließen, nicht nur wenn es galt, die Hinterhand noch aktiver, die Anlehnung noch besser zu machen. Auch an welchen Stellen man am günstigsten Übergänge reiten sollte und wie man das Pferd sicher auf die Abläufe in den Prüfungen vorbereitet, all diese Punkte wurden dem Zuschauer während dem Seminar anschaulich verdeutlicht.

Insgesamt zwölf Reiter hatten heute die Möglichkeit, sich Anregungen von dem Ausbilder für die kommende Saison zu holen, auf Nachfragen nach der Unterrichtseinheit waren vielen zu dem Schluss gekommen: sie müssten abwechslungsreicher und frecher reiten, damit das Pferd motivierter mitarbeitet und sich besser auf den Reiter konzentriert. Ton de Ridder machte es an einem kulinarischen Beispiel deutlich: „Wenn ich dreimal Tag Spaghetti essen müsste“, dann wäre es ihm auch zu langweilig, so der Ausbilder.

So ganz konnte er sich dem bayerischen Charme und den Traditionen auch nicht entziehen, am Ende des Seminars ging der Wunsch nach einem Gerstensaft an die Veranstalter – Prost!