Dopingfall Qalao des Mers: Livio disqualifiziert, Frankreich verliert Olympia-Quali

Das FEI-Tribunal hat seine Entscheidung getroffen in der Doping-Angelegenheit Qalao des Mers, dem Pferd des französischen Vielseitigkeitsreiters Maxime Livio, bei dem man anlässlich der Dopingprobe bei den Weltreiterspielen in der Normandie das Beruhigungsmittel Acepromazine gefunden hat.

Livio, der in der Normandie Fünfter in Einzelwertung geworden war und für das viertplatzierte französische Team ritt, wurde disqualifiziert. Für Frankreich bedeutet das den Verlust der Olympia-Qualifikation. Ein Bruch der FEI-Dopingregeln führt nicht nur zur automatischen Disqualifizierung des betreffenden Paares, sondern bei Olympischen Spielen und Weltreiterspielen auch des gesamten Teams. Diese Entscheidung ist erstmal nur eine teilweise, die sich nur auf die Frage bezieht, ob das Paar disqualifiziert werden sollte. Über weitere Sanktionen für den Reiter wird zu einem späteren Zeitpunkt weiter verhandelt.

Freuen können sich jetzt die Kanadier, die durch die Disqualifikation der Franzosen nun von Platz sieben einen aufrücken und damit ihre Olympiaqualifikation in der Tasche haben. Damit stehen sie nun in einer Reihe mit Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Australien und Irland. Brasilien ist als Gastgeber automatisch qualifiziert, mus aber wie alle anderen auch die Mindestanforderungen erfüllt haben.

Ein zweiter Fall, in den Livio involviert war, wurde vor ein paar Tagen ad acta gelegt. Dabei ging es um die positive Dopingprobe des Springpferdes Bingo S, den er sich geliehen hatte und mit dem er bei einem internationalen Springturnier in Thailand am Start gewesen war. Bei der Medikationskontrolle wurde ein erhöhter Testosteronspiegel festgestellt. In der B-Probe waren die Werte dann allerdings wieder im Bereich der Norm, so dass man das Verfahren eingestellt hat.

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