Andreas Helgstrands Akeem Foldager verkauft

Andreas Helgstrand hier mit  Akeem Foldager bei den Europameisterschaften 2013 in Herning

Demnächst mit eigener Reit-Akademie: Andreas Helgstrand … (© von Hardenberg)

Im März 2013 erwarb Andreas Helgstrand den hoch talentierten Akeem Foldager. Nach zwei efolgreichen Auftritten bei den Horses & Dreams und dem Mannheimer Maimarktturnier 2013 bekamen die beiden zusehends mehr Probleme miteinander. Nun wurde der Dunkelbraune verkauft.

Neue Reiterin ist die in Dänemark geboren aber in den USA ansässige Charlotte Jorst. Sie erwarb den 13-jährigen Sohn des einstigen Holsteiner Siegerhengstes Akinos von Helgstrand und Hanni Toosbuy Kasprzak als potenzielles Teampferd für die Olympischen Spiele 2016. Jorst hat schon vorher bei Helgstrand eingekauft. Sie lebt in Reno, Nevada, trainiert aber mit Günther Seidel in Kalifornien.

Schon unter seinem Ausbilder Joachim Thomsen hatte Akeem Foldager mit spektakulären Grundgangarten und herausragendem Talent für Piaffe und Passage für Aufsehen gesorgt. Bereits wenige Wochen nachdem er im März 2013 für einen kolportierten hohen Millionenbetrag an Andreas Helgstrand verkauft wurde, wurden die beiden bei den Horses & Dreams auf dem Hof Kasselmann in Hagen mit hohen Noten bedacht. Auch beim Mannheimer Maimarktturnier waren sie erfolgreich. Aber schon bei den Dänischen Meisterschaften ging es bergab mit den Noten und es gab keine Medaille. Beim CHIO Aachen zeigte der Wallach sich in den Prüfungen zunehmend verspannt, ging keinen Schritt mehr und ungleiche Tritte schlichen sich ein. Ähnlich lief es dann auch bei den Europameisterschaften in Herning, wo sich zudem noch Wechselfehler einschlichen sowie Taktfehler. Platz 23 in der Einzelwertun waren deutlich weniger als man erwartet hatte.

Und dann kam der Tag der offenen Tür auf Helgstrands Anlage. Ebenfalls vor Ort war das Team von Epona.tv, das schon mehrfach mutig draufgeahlten hatte, wenn die Stewards wegsahen. Bei Helgstrand gab es keine Stewards. Die Aufnahmen von Epona.tv zeigten einen verspannten Akeem Foldager mit blau angelaufener Zunge, die durch das weitestmöglich geöffnete Maul (so weit der Nasenriemen es eben zulässt) deutlich zu erkennen war. Außerdem waren an den Flanken deutliche Spuren des Sporeneinsatzes sichtbar. Die Bilder sorgten für einen medialen Aufschrei. Helgstrand bekam eine Anzeige wegen Tierquälerei, velor zwei wichtige Sponsoren und wurde aus dem Championatskader gestrichen, so dass er auch bei den Weltreiterspielen in der Normandie nicht starten konnte. Vor Gericht ist er inzwischen freigesprochen worden und das Schiedsgericht der Dänischen Reiterlichen Vereinigung hatte verwarnt wegen „unsachgemäßen Gebrauchs von Gebiss und Zügeln.“

Am 11. Februar wird Akeem in den USA eintreffen. Vorbesitzer Andreas Helgstrand schreibt auf seiner Homepage: „Wir sind glücklich, dass Akeem einen Besitzer bekommen hat, der sein großes Talent weiter entwickeln kann. Akeem ist ein Pferd mit großem Potenzial. Es gibt nicht viele Pferde dieses Kalibers.“

Und die neue Besitzerin sagt: „Ich habe Akeem unter Andreas immer verfolgt, und als ich die Möglichkeit hatte, ihn auszuprobieren, war es eine fantastische Erfahrung.“ Laut Eurodressage hat die 50-jährige Jorst ihr Vermögen gemacht als sie 2012 ihre Uhrenfirma Skagen an Fossil verkaufte.

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