Deutsche Bank Reitsport-Akademie: Franziska Stieglmaier

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(© DBRA)

Franziska Stieglmaier hat mit ihrem selbst ausgebildeten Wallach Lukas das Ticket für die Deutsche Bank Reitsport-Akademie gelöst. Mit ihm und ihren Nachwuchspferden hat die 25-Jährige große Dinge für die nächste Saison geplant.

Die 25-jährige Franziska Stieglmaier und ihr Wallach Lukas empfahlen sich 2016 mit einer sehr guten Saison für die Aufnahme in die Deutsche Bank Reitsport-Akademie. Die Krönung des letzten Jahres war der Sieg im Piaff Förderpreis bei den German Masters in Stuttgart.

Langer Weg nach oben

Dass Franziska heute da steht, wo sie steht, hat sie ihrem Fleiß und ihrer Disziplin zu verdanken. Schon mit 17 Jahren verließ sie ihr Zuhause und durfte bei der Österreicherin Elisabeth Max-Theurer erstmalig internationale Grand Prix-Luft schnuppern. Mitgenommen aus der Zeit hat Franziska vor allem eins: „Keine Angst vor großen Namen haben, sondern selbstbewusst in die Prüfungen reiten.“ Angst muss Franziska sowieso nicht mehr haben, denn mit ihrem selbst ausgebildeten Lagiator-Sohn Lukas gehört sie längst selber zu den Großen. 2008 startete sie noch mit ihm in Reitpferde-Prüfungen, 2017 stand sie im Finale der Deutschen Meisterschaften in Balve. „Das war bislang mein persönliches Highlight in diesem Jahr“, sagt Franziska. Dass sie mittlerweile ein Teil der Deutsche Bank Reitsport-Akademie ist, empfindet sie als großes Vertrauen in sich und ihr Können seitens der Deutsche Bank, aber auch der Bundestrainerin Monica Theodorescu.

2018 in allen Touren präsent

Für das kommende Jahr hat sich Franziska nicht nur vorgenommen, weiterhin mit Lukas oben mitzureiten, sie hat auch noch zwei jüngere Pferde, die mit den Hufen scharren und bereit für den Nürnberger Burg-Pokal und Louisdor-Preis sind. Ersteres möchte sie mit Samurai angehen. Ein siebenjähriger Samba Hit II-Classic Dance, den Franziska als dreijährigen Hengst bei der Hannoveraner-Körung gekauft hat. Heute ist der Hengst gelegt und soll als Wallach im Großen Sport durchstarten. Den Grundstein hat Franziska schon gelegt, denn von den fünf Turnier-Starts hat der Wallach bislang vier Prüfungen gewonnen, einmal wurden sie Dritte. „Ich habe Sambalito dann auch bewusst etwas aus dem Turniergeschehen herausgenommen, da ich ihn erst einmal in den S-Lektionen stärken wollte.“ Ihr Pferd für den Louisdor-Preis ist DSP Dauphin. Eine achtjährige Damon Hill-Tochter, die sie selber ausgebildet hat. „Ich sehe in ihr sehr großes Potenzial in der Piaffe-Passage-Tour und das soll sie nächstes Jahr unter Beweis stellen.“

Mini Mentee: Die 26-jährige Katharina Häufele hat sich mit ihrem Erfolgspferd Edelstain beim Mini Mentee-Projekt der Deutsche Bank Reitsport-Akademie beworben. Mit dem Embassy I-Enkel startet Katharina bis zur Klasse M**.

Basisarbeit für schwerere Lektionen

Privat

Deutsche Bank Reitsport-Akademistin Franziska Stieglmaier und ihr Mini Mentee Katharina beim Training. (© Privat)

Katharina und der siebenjährige Fuchs-Wallach Edelstain reiten schon auf einem sehr guten Niveau. Aus diesem Grund hat Franziska sich für das Training mit den beiden überlegt, ein paar Basis-Übungen zu machen. „Edelstain neigt dazu, sich im Rücken festzuhalten und in der Ganasche etwas eng zu werden.“ Um das zu ändern, soll Katharina viele Volten, Schlangenlinien und Handwechsel von links nach rechts reiten. „Der Effekt war riesig, Edelstain ging zum Ende der letzten Trainingseinheit richtig gut.“ Damit dieser Effekt nicht nur ein kurzzeitiger ist, hat die Mama von Katharina das Training gefilmt und Katharina hat sich schließlich die wichtigsten Punkte noch einmal aufgeschrieben. So weiß sie auch ohne Franziska an ihrer Seite, wie sie ihre Problempunkte verbessern kann. Darüber hinaus meldet sich Katharina regelmäßig bei Franziska, um nach Tipps zu fragen. „Katharina hat jetzt mit den ersten Arbeitspirouetten angefangen und dafür habe ich ein paar grundlegende Dinge aufgeschrieben. Es ist natürlich immer schwierig über die Ferne konkrete Anweisungen zu geben, aber es gibt ein paar Tipps, mit denen man nichts falsch machen kann.“ Am konkreten Beispiel der Pirouetten sind das Tipps, wie: das Pferd immer mehr aufzunehmen, den Zirkel immer weiter zu verkleinern und das erstmal nur solange, wie sich das Pferd auch selber trägt. Lässt die Kraft nach, Zirkel wieder vergrößern und anschließend wieder neu beginnen.


DAS IST DIE DEUTSCHE BANK REITSPORT-AKADEMIE

Die Deutsche Bank hat sich gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zur Aufgabe gemacht, den deutschen Nachwuchs in der Dressur zu fördern und ihnen den Weg in den Spitzensport zu ebnen. Im Dezember 2015 ist das Pilotprojekt mit den ersten zehn Stipendiaten gestartet. Bundestrainerin Monica Theodorescu unterstützt das Programm und gibt den Mitgliedern Unterricht. Außerdem sind die Deutsche Bank Akademie-Mitglieder berechtigt, auf fünf großen Turnieren innerhalb Deutschlands zu starten: Dressur und Spring Derby in Hamburg, Pfingstturnier in Wiesbaden, Dressurfestival „Der Ritt um das Goldene Pferd“ in Werder (Berlin), die Munich Indoors und das Festhallen Turnier in Frankfurt. Der oder die Jahrgangsbeste erhält eine Wildcard für das CHIO Aachen. Über die sportliche Unterstützung hinaus, bekommen die Mitglieder einen Tutor von der Deutschen Bank an die Seite. Dieser steht den Mitgliedern nicht nur bei wirtschaftlichen Fragen zur Seite, sondern unterstützt insbesondere auch in Fragen rund um das Thema duale Karriere. Ziel dabei ist es, den sportlichen Erfolg sowie die berufliche Zukunft des olympischen Nachwuchses zu fördern.

Malte Christians

Die diesjährigen Akademisten der Deutsche Bank Reitsport-Akademie, normalerweise im Viereck zuhause, machen sich mit dem Stadion des CHIO Aachens vertraut (© Malte Christians)

MINI-MENTEE PROJEKT

Zehn junge Amateure wurden aus einer Vielzahl an Bewerbern ausgewählt und jeweils einem Mitglied der Deutsche Bank Akademie zugeordnet. Diese geben ihren sogenannten „Mini-Mentees“ Unterrichtsstunden und begleiten sie im Laufe der nächsten Turnier-Saison. Die Unterstützung kann in Form von Telefonaten oder Video-Einsendungen erfolgen. Die Mitglieder sollen ihr Wissen und ihre Erfahrung rund um das Turnierreiten den jungen Amateuren weitergeben, die schon mindestens auf L-Niveau reiten.

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