Hamburg Ponyderby: Zweimal Caroline Lass an der Spitze

Luna Laabs auf dem bildschönen Schimmelhengst Grenzhoehes My Ken, der seinem Reiter Jacob Schenk zum zweiten Mal hintereinander zum Titel verhalf. In diesem Jahr fehlt das Pony im Finale. (© von Korff)

Zwei Qualifikationen liegen hinter den Ponyreitern, die am morgigen Samstag um den Gesamtsieg kämpfen. Zweifache Siegerin ist Caroline Lass.

Siegerin in beiden Qualifikationen ist Caroline Lass. Macht die junge Nachwuchsreiterin das automatisch zur Favoritin im morgigen Finale? Nein. Im Finale muss jeder Reiter, neben seinem eigenen, noch die der anderen Finalisten reiten. Und spätestens dann werden die Karten neu gemischt. Wer stellt sich am besten auf die anderen Ponys ein?

Erstes Beschnuppern

Bereits am Himmelfahrts-Donnerstag traten die Ponyreiter im Viereck gegeneinander an. Die erste Qualifikation entschied Caroline Lass mit ihrem 15-jährigen Coelenhage’s Purioso-Sohn Westerhuis Jorik für sich. Sie legte mit 70,769 Prozent gut vor. Daran kam Avena Siemers auf dem elfjährigen Dressman-Sohn Dresscode nicht vorbei. Zwar sah Ulrike Nivelle, Richterin bei C, die erst 14-Jährige vorn, mit 69,829 Prozent reichte es aber nicht, um Lass den Sieg zu nehmen. 2015 hatte die damals erst zwölfjährige Avena ihre Derby-Premiere. Damals war sie, auch schon mit Dressocde, jüngste Starterin überhaupt. Dem Hamburger Abendblatt erzählte sie in einem Interview: „Eigentlich wollte ich nur im Reitschulbetrieb gucken, nun hat mich der Ehrgeiz gepackt.“ Mittlerweile reitet sie im Hamburger Kader. Dritte wurde Anna Schölermann auf Caspari, die Richter bei H, Eckhard Wemhöver, gerne auf Platz eins gesehen hätte. Doch im Mittel reichten die 68,291 Prozent nur für den dritten Platz. Die Tochter eines Bauunternehmers hat 2015 auf sich aufmerksam gemacht, als sie von Erfolg zu Erfolg ritt und „plötzlich bei den Europameisterschaften an den Start ging“, wie sie selber damals sagte.

Favoriten positionieren sich

Auch die zweite Qualifikation ging an die 14-jährige Caroline Lass aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie legte heute noch eine Schippe oben rauf und gewann mit 72,033 Prozentpunkten vor Avena Siemers. Die war auch schon Zweite am Donnerstag. Aber auch sie konnte sich nochmal steigern und am Ende gab es im Mittel 71,341 Prozent. Dritte wurde Christina Gränzdörffer, gestern noch Fünfte mit Golden Touch. Für den Ritt auf ihrem neunjährigen Palomino-Pony gab es 71,301 Prozent. Der Vorsprung zu Siemer ist also hauchdünn. Etwas größer ist der Abstand zur viertplatzierten Elisa Mae Deilmann-Walsh, sie ritt zu 69,715 Prozent mit Pony Na Also. Anna Schölermann, die gestern noch Dritte wurde, verlässt heute als Fünfte die Siegerehrung. Zwar verbesserte sich die Nachwuchsreiterin auf 69,512 Prozent, aber es sollte heute nicht reichen.

Das Siegerpony von 2015 und 2016, Grenzhoehes My Ken, zeigte leider beide Tage nicht sein Potenzial unter Tessa Bartels. Das Schimmelpony von Monte Christo beeindruckte die Atmosphäre zu sehr.

  1. anke quiriling

    Tja, nur erfolgreiche Ponys zu leasen nützt auch nicht immer.Eigentlich gehört immer Gutes Reiten dazu.Gottseidank sind Pferde noch keine Maschinen!!


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