Hengst Briar: Schwedische Dressurikone mit knapp 31 Jahren verstorben

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Briar und Jan Brink (SWE) bei den Europameisterschaften 2005 in Hagen a.T.W. (© toffi-images.de)

Briar lebt nicht mehr. Der schwedische Dunkelfuchs, der unter Jan Brink an drei Olympischen Spielen teilgenommen hat, wäre im Frühling 31 Jahre alt geworden.

Briar  lebt nicht mehr. Im Frühling wäre der schwedische Dunkelfuchs 31 Jahre alt geworden. Am 11. Januar ist der Hengst gestorben, berichtet Eurodressage. Bjorsells Briar, wie der Hengst vollständig hieß, und Jan Brink waren ein Paar, das man schon von Weitem erkennen konnte. Der Reiter hoch aufgeschossen und mit langen dünnen Beine prädestiniert für den Dressursattel. Der Hengst mit besonderer Farbgebung, Dunkelfuchs mit teilweise hochweißen Füßen.

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Briar: ein Dauerbrenner

Zäh war der schwedische Hengst. Gesundheitlich fitter als viele der aktuellen Helden im Dressursport. Kaum eine Saison hat Briar ausfallen lassen müssen. Im Jahr 2000 ging er bei den Olympischen Spielen in Sydney an den Start. In der australischen Metropole ging er den erst fünften Grand Prix seiner Karriere, daran schlossen sich Championatsauftritte ein ums andere Jahr für das schwedische Team an.

Vier Bronzemedaillen gewann das Paar aus Schweden. Dreimal mit der Dressurequipe (2 x EM, 1 x WM) und 2005 in Hagen Einzelbronze bei den Europameisterschaften. Mitte der 2000er Jahre war der Magini-Sohn auf seinem Zenit. Briar und Jan Brink konnten so auch den Großen Aachener Dressurpreis, die Kombination aus Grand Prix, Grand Prix Special und Kür für sich entscheiden. 2004 waren die beiden Siebte bei den Olympischen Spielen.

Von 2001 bis 2009 ging der Dunkelfuchs bei acht Weltcup-Finals am Start, war dabei immer unter den Top 10. Einmal war es Platz drei, zweimal Rang fünf.

Trainiert wurden die beiden von Kyra Kyrklund. Sie nannte den deutlich im Rechteckformat konstruierten Hengst „Professor“. Passagen und Galopp sind die Lektionen, an die man sich gerne zurückerinnert. Zeit seines Lebens stand Briar im Besitz seines Züchters Hans-Yngve Göransson. Nachdem sich der Dunkelfuchs beim Weltcup-Finale in Las Vegas 2009 aus dem Sport verabschiedet hatte, wurde er als Deckhengst genutzt. In Schweden war er schon zuvor auch züchterisch populär, in Europa konnte er aber nie richtig Fuß fassen. Er hat zehn gekörte Hengste und einige Grand Prix-Pferde gezeugt, die bevorzugt unter schwedischen Reitern auch international vereinzelt auftraten.

Hans-Yngve Göransson hatte den Hengst zeitweise nach Großbritannien verpachtet. Die letzten Jahre hat er aber dort verbracht, wo er zur Welt gekommen ist, auf dem Dalhem Hof seines Züchters. Hier ist er am 11. Januar im Alter von 30 Jahren verstorben.

Abstammung: Briar hätte auch Springpferd werden können

In Briars Adern floss das Blut der berühmtesten schwedischen Hengste seiner Zeit. Sein Vater Magini ging unter Rolf Göran Bengtsson im internationalen Sport. Auch dessen Vater Maraton, Springhengst aber auch als Aktionstraber ein Hingucker, zählt zum züchterischen Tafelsilber Schwedens. Maraton geht über den Hannoveraner Utrillo (Großvater von Gauguin de Lully/Christine Stückelberger) auf die Adeptus xx-Linie zurück. Das ist die Familie, zur der auch beispielsweise Escolars Vaterstamm gehört.

Über seinen Muttervater Krocket führt Briar noch einmal Utrillo, außerdem auch den Vollblüter Der Löwe xx. Zusätzlich findet sich in der mütterlichen Abstammung noch Gaspari, selbst Olympiapferd für Schweden und Vater von Piaff, dem Olympiasieger von Liselot Linsenhoff, an den der „Piaff Förderpreis“ noch heute erinnert.

Briar als Rentner auf den Weiden in Dalhem, dort wo er geboren wurde und am 11. Januar 2022 gestorben ist.

    • Anne

      Ich kann Ihren Kommentar nicht verstehen. Was meinen Sie damit? Dieses Pferd ist in einem gesegneten Alter bei seinem Züchter verstorben! Wo hat man das heute noch?

  1. Jan Tönjes

    Sehr geehrte Frau Schuster, können Sie Ihren Kommentar in irgendeiner Weise erläutern? Ein Pferd, das in gutem Zustand seinen 30. Geburtstag begehen kann, Zeit seines Lebens im Besitz seines Züchters stand, der sich rührend um es gekümmert hat und das mit knapp 31 Jahren dort einschläft, wo es geboren wurde, hat alles gehabt, aber sicher kein Leben, das das von Ihnen verwendete Attribut verdient hätte.

  2. Marlis

    Mal abgesehen von der derben Wortwahl ( so gar nicht ladylike!) . Was Frau Schuster ist denn Ihrer Meinung nach ein gutes Pferdeleben? Ich kann mich Anne und Herrn Toenjes anschließen- das war sicherlich kein be………. Leben

  3. Claudia R.

    vielleicht ist Frau Schuster nur ein Troll und wollte hier mal „so richtig reinhauen“ – wäre auch die einzige Erklärung für das unsinnige Geschreibsel.

  4. Birgitta

    Oh je, wie viel Bitterkeit muss wohl in Frau Schuster stecken, wenn sie sich zu solchen hasserfüllten Kommentaren hinreißen lässt.

    Ich hoffe, es handelt sich bei Frau Schuster wirklich um einen Troll und nicht um eine Pferdebesitzerin oder Reiterin.


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