Leudelange: Steffen Peters und Rosamunde aus dem Busch ins Viereck und zum Grand Prix-Sieg

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Rosamunde und Steffen Peters beim CDI4* Leudelange 2018. (© Sabine Wegener/EQUITARIS)

Der US-Amerikaner Steffen Peters hatte seine Rheinländer Stute Rosamunde auf etwas unkonventionelle Art und Weise auf ihre Europa-Tour vorbereitet. Aber damit war er erfolgreich.

Peters hatte sich nämlich nach dem Weltcup-Finale 2017 eine Auszeit mit der Stute genommen. Statt Turnierstress und Viereckstraining stand Arbeit im Gelände auf dem Programm. Sie hätten „sehr intensiv daran gearbeitet, ihre Power und ihren Ehrgeiz besser kontrollieren zu können“, so Peters.

Nach sieben Monaten stellte Peters fest: „Rosamunde ist nun deutlich relaxter, wartet auf meine Hilfen und hat auch viel mehr Kraft bekommen.“ Daran kann man sich also offenbar ein Beispiel nehmen. Zumal die Rock Forever-Tochter das auch im Viereck umsetzen kann, wie sie heute mit einem deutlichen Sieg im Grand Prix für die Kür beim CDI4* Leudelange unter Beweis stellte. 75,652 Prozent gaben die Richter dem Paar. Das bedeutete einen großen Vorsprung zu der Reiterin auf Rang zwei.

Weitere Schleifenträger

Auch die reitet für die USA – allerdings noch nicht allzu lange: Ashley Holzer. Sie war für Kanada schon bei vier Olympischen Spielen im Einsatz gewesen, als sie im vergangenen Jahr beschloss, künftig unter dem Sternenbanner zu starten. Der Grund war, dass sie schon lange in den Staaten lebt und Pferde US-amerikanischer Besitzer reitet.

So auch ihr Erfolgspferd von Leudelange, die elfjährige Hannoveraner Hochadel-Tochter Havanna, mit der sie heute 71,935 Prozent von den Richtern erhielt.

Für die US-Reiter sind die Turniere in Europa ein wichtiges Kräftemessen in Hinblick auf die Weltreiterspiele in Tryon. Steffen Peters kann sich im Prinzip zurücklehnen. Er ist mit Rosamunde fürs Team ebenso gesetzt wie die Weltranglisten-Zweite und Olympia-Vierte Laura Graves mit Verdades. Aber die Plätze drei und vier sind noch offen.

Der Lusitano für Oldenburg

Dritter wurde „Hausherr“ Sascha Schulz auf dem Lusitano-Hengst Dragao, der sich mit 71,913 Prozent nur ganz knapp geschlagen geben musste.

Schulz arbeitet bei Dressage Grand Ducal, dem Veranstalter des CDI4* Leudelange. Sein Schimmel war gerade vom Oldenburger Verband als erster Vertreter seiner Rasse zur Zucht zugelassen worden.

Einzige deutsche Starterin war Ursula Wagner auf dem Oldenburger Duino-Sohn Dilenzio. Sie erhielt 66,370 Prozent und wurde damit Zwölfte.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

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