FEI Task Forces erzielen Einigungen in Sachen Corona-Krisenmanagement

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(© FEI)

Der Weltreiterverband FEI hat für jede Pferdesportdisziplin unter seinem Dach einen Krisenstab eingerichtet, der erarbeiten soll, wie mit den Auswirkungen der Corona-Krise umzugehen ist. Nun gibt es erste Ergebnisse.

Springen

Aufgrund der Unsicherheit in Sachen Turniertermine für Juli und August hat die FEI alle Anträge auf Terminänderungen für Springturniere genehmigt, die bis einschließlich 30. August stattfinden. Normalerweise gibt es Regeln, wie bei Terminüberschneidungen vorzugehen ist. Die sind vorerst außer Kraft gesetzt.

Ab 1. September sind alle Nationenpreisturniere und hochrangigen Turniere genehmigt worden, die nicht mit anderen Turnieren desselben Niveaus kollidieren.

Da die Termine von den Nationalen Vereinigungen eingereicht werden, sind Terminüberschneidungen mit Turnieren im selben Land erlaubt. Ebenso ist ein Ortswechsel zulässig.

Das Thema Nachwuchschampionate wird im Juni ausführlich erörtert. Das gilt für alle Disziplinen.

Am 27. April wurde aber schon festgelegt, dass es dieses Jahr keine „FEI Jumping Children’s Classics Serie“ gibt. Alle anderen „normalen“ Nachwuchsturniere wurden bis zum 31. Dezember bestätigt.

Dressur

Terminänderungen für höherrangige Turniere inklusive Weltcup-Etappen müssen spätestens acht Wochen vor dem Turnier bei der FEI eigegangen sein.

Bis zum 31. Dezember sind die Regeln für Terminkollisionen für CDI3* Veranstaltungen außer Kraft gesetzt.

Für Turniere bis CDI3*-Niveau kann das verpflichtende Engagement ausländischer Offizieller auf Nachfrage ausgesetzt werden. Das wird von Fall zu Fall entschieden. Auch soll es Erleichterungen für Vier- und Fünf-Sterne-Turniere geben.

Damit die Reiter sich bestmöglich auf die Olympischen Spiele vorbereiten können, haben Nationenpreisturniere Vorrang bei der Vergabe neuer Termine, unabhängig davon, ob sie Teil einer Serie sind oder nicht.

Die FEI Nationenpreisserie der Dressurreiter 2020 wurde abgesagt, da bislang bereits alle Turniere bis auf eine Station abgesagt wurden.

Vielseitigkeit

Terminänderungswünsche für CCI4*-L und 5*-L Turniere müssen spätestens sechs Wochen vor dem Turnier bei der FEI eingegangen sein.

Alle Änderungen für Turniere bis CCI4*-S Niveau müssen mindestens vier Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung bei der FEI vorliegen.

Für CCI3*-L Prüfungen kann die obligatorische Verpflichtung ausländischer Offizieller auf Nachfrage ausgesetzt werden. Auch hier wird es Fall zu Fall-Entscheidungen geben.

Was die Nationenpreisturniere angeht, gibt es keine Entscheidung, damit den Reitern so viele Optionen wie möglich erhalten bleiben, ihre Mindestleistungen für die Olympiaqualifikation (Minimum Eligibility Requirement, MER) zu erreichen. Die FEI wird sich direkt mit den betroffenen Veranstaltern in Verbindung setzen.

Auch bleibt der FEI Kalender offen für eventuelle Terminänderungen von 5*-L Turnieren.

Olympia

Bereits am 15. April war man sich in der FEI Führungsetage einig geworden, den Qualifikationsweg für die Olympischen Spiele in Tokio wie folgt anzupassen:

  • die Deadline für die Erbringung der Mindestleistungen wurde auf den 21. Juni 2021 verlegt.
  • die Berücksichtigung der Ergebnisse von Reiter-Pferd-Paaren in allen drei Olympischen Disziplinen, die ihre MERs bereits zwischen 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2019 erreicht haben.
  • Die MER-Qualifikationsturniere 2021 werden im Dezember 2020 veröffentlicht. Dieses Jahr zählen sämtliche Turniere auf entsprechendem Niveau als MER-relevant, um der Covid-19 Situation Rechnung zu tragen.

Um bei Olympischen Spielen starten zu dürfen, müssen die Pferde bis zu einem bestimmten Datum im Vorfeld der Veranstaltung einen Besitzer haben, der dieselbe Nationalität hat wie die, für die der Reiter bei Olympia antritt. Dieser Termin wurde für Tokio nun auf den 15. Januar 2021 festgelegt.

Im einzelnen kann man die Beschlüsse hier noch einmal nachlesen.