CHIO Aachen: Deutsche Voltigierer spitze

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Erfolgreiche deutsche Voltigierer beim CHIO (© CHIO Aachen/Michael Strauch)

Die Entscheidungen der Voltigierer beim CHIO Aachen lagen sicher in deutscher Hand. Sie waren ungeschlagen sowohl im Nationenpreis als auch im Pas de Deux, den Grupen- und den Einzelwettkämpfen.

Im Nationenpreis der Voltigierer ging der Sieg mit sensationellen 27,445 von 30 möglichen Punkten an die Mannschaft Germany I mit den Einzelvoltigierern Jannik Heiland und Janika Derks sowie dem Team Norka des VV Köln-Dünnwald. Germany II musste sich mit 27,275 Punkten recht knapp geschlagen geben. Hier turnten die beiden Herren Jannis Drewell und Julian Wilfling sowie die Mannschaft Fredenbeck I, bei denen Einzelvoltigiererin Hannah Steverding kurzfristig für die verletzte Mila Koböck einsprang. Der dritte Rang ging nach Österreich dank Dominik Eder, Sarah Koch und dem UVT Eligius, die zusammen 24,470 Punkte erreichten.

Ausschlaggebend für den Sieg von Germany I waren die Leistungen der beiden Einzelvoltigierer. Jannik Heiland kam mit seiner „Gini“-Kür auf ein Endergebnis von 9,268, bei „Million Dollar Baby“ Janika Derks war es eine Gesamtnote von 9,124. Da konnten die beiden Herren des Konkurrenz-Teams nicht ganz mithalten – obwohl auch sie beide Bewertungen über 9 erhielten. Bei dem Europameister von 2015 hier in Aachen, Jannis Drewell, dieses Jahr unterwegs als „Eddy the Eagle“, war es eine 9,097, bei Newcomer Julian Wilfling mit seiner „Toy Story“ Kür gaben die Richter eine 9,026.

… und noch ein Triumph

Im Pas de Deux gab es einen Favoriten-Sieg von Janika Derks und Johannes Kay auf Diamond Sky an der Longe von Jessica Lichtenberg. Seit drei Jahren sind die beiden ein Team. Mit 8,328 erzielten sie in der letzten Teilprüfung zwar nur das drittbeste Ergebnis, hatten aber genug Vorsprung aus der vorherigen Runde. Das Nachsehen hatten Chiara Congia und Justin van Gerven auf Picardo mit Alexandra Knauf an der Longe. Für das Paar ist es die erste vollständige Saison, die es gemeinsam am Start ist.

Diana Harwardt und Patrick Künne, beide 18 Jahre jung und bei Berlin beheimatet, turnen schon länger zusammen. Im vergangenen Jahr  konnten sie bereits die Silbermedaille bei den Europameisterschaften der Junioren gewinnen. Aber beim CHIO Aachen waren sie zum ersten Mal dabei. Und sie schlugen sich hervorragend: In beiden Wertungen hatten sie das zweitbeste Ergebnis. In der Addition der Punkte wurde es dann Rang drei.

Fredenbeck verteidigt Vorjahressieg

CHIO Aachen/ Fotostudio Strauch

Das Team Fredenbeck I zeigte in Aaachen eine anspruchsvolle neue Kür. (© CHIO Aachen/ Fotostudio Strauch)

Schon am Samstag war die Entscheidung bei den Gruppen gefallen. Hier siegte – wie schon im Vorjahr – Fredenbeck I mit Viktor Brüsewitz, Kevin Greiner, Mirja Krohne, Mila Kobeck, Kathrin Meyer und Malte Möller. An der Longe von Gesa Bühring zeigten sie auf Claus eine neue Kür, die das expressionistische Gemälde „Der Schrei“ des norwegischen Malers Edvard Munch zum Thema hat. „Die Kür ist wieder ein künstlerisches Gesamtwerk, das jeden in seinen Bann zieht. Und im Vergleich zum Vorjahr haben sie nochmal mehr Ausdruck bekommen und Intensität in ihrer Interpretation. Fredenbeck ist wirklich Weltklasse!“, so Bundestrainerin Ulla Ramge. Die Richter belohnten die guten Leistungen der Niedersachsen mit der Gesamtnote 8,394.

Damit musste sich das Team Norka vom VV Köln-Dünnwald mit dem Endergebnis 8,084 geschlagen geben. Patric Looser hatte den noch recht unerfahrenen zehnjährigen Holsteiner Calidor an der Longe. Für das Team turnten Thomas Brüsewitz, Chiara Congia, Justin van Gerven, Gianna Ronca, Jana Zelesny und Rebecca Verlage. Platz drei ging an den UVT Eligius aus Österreich auf Laokado an der Longe von Cornelia Trimmel, der auf eine 7,569 kam.

Die Einzelentscheidungen


Die Konkurrenz der Herren gewann bereits zum vierten Mal in Folge an Thomas Brüsewitz. Dabei gelang dem 25-Jährigen ein regelrechter Durchmarsch, denn in Pflicht, Technik und Kür erzielte er jeweils die höchsten Wertungen. Das ergab insgesamt 8,68 Punkte für Brüsewitz, der von Alexandra Knauf an der Longe unterstützt wurde. Umso beachtlicher war der Sieg, als das Aachen der erste Start mit dem neuen vierbeinigen Partner Eyecatcher war. Platz zwei ging an den 23-jährigen Julian Wilfling auf Feliciano an der Longe von Lars Hansen (8,543). Dritter wurde Jannik Heiland mit Dark Beluga und Longenführerin Barbara Rosiny (8,511).

Beste Dame war Janika Derks, die auf ihrem bewährten Carousso Hit alle drei Teilprüfungen für sich entscheiden konnte und damit ein Gesamtergebnis von 8,533 erzielte. „Sie hat Biss ohne verbissen zu sein,“ lobte Trainerin und Longenführerin Jessica Lichtenberg die Entwicklung der 29-Jährigen. Auch die zweitplatzierte Pauline Riedl trainiert unter Lichtenbergs Fittiche in Neuss. Auf Flamant erreichte sie insgesamt 8,355 Punkte. Mit ihrer Kür zu „I’m a Survivor“ konnte die Dänin Sheena Bendixen noch einmal Punkte aufholen: 8,237 – Rang drei.

Shortlist für Ermelo

Nach Aachen steht nun auch fest, wer zu den Europameisterschaften in Ermelo vom 24. bis 28. Juli fahren wird:

Damen: Janika Derks mit Carousso Hit (Longenführerin: Jessica Lichtenberg), Corinna Knauf mit Fabiola W (Alexandra Knauf) und Pauline Riedl mit Flamant (Jessica Lichtenberg). Erste Reserve ist Alina Roß mit San Zero (Marion Schulze), zweite Reserve ist Hannah Steverding mit Royal Flash (Sophie Kuhn).

Herren: Thomas Brüsewitz mit Eyecatcher (Alexandra Knauf), Jannis Drewell mit Qualimero OLD (Simone Drewell) und Jannik Heiland mit Dark Beluga (Barbara Rosiny). Erste Reserve ist Julian Wilfling mit Feliciano (Lars Hansen), zweite Reserve Viktor Brüsewitz mit Sky Walker (Gesa Bührig).

Pas de Deux: Chiara Congia und Justin van Gerven mit Picardo (Alexandra Knauf) sowie Janika Derks und Johannes Kay mit Diamond Sky (Jessica Lichtenberg). Reservisten sind Diana Harwardt und Peter Künne mit Sir Laulau (Hendrik Falk).

Bereits vor Aachen nominiert war das Team des VV Ingelsberg I mit Lazio und Longenführer Alexander Hartl bei den Gruppen.

Alle Ergebnisse vom CHIO Aachen finden Sie hier.

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