Deutsches Para-Team knapp an Medaille vorbei

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Bei Alina Rosenberg und Nea's Daboun lief heute nicht alles nach Plan bei der Euro in Göteborg. (© www.st-georg.de)

In der Mannschaftswertung der Europameisterschaften der Reiter mit Behinderung ist die deutsche Abordnung knapp an der Bronzemedaille vorbeigeschrammt. Hinter den Briten, den Dänen und der Equipe der Niederlande reichte es für Platz vier.

Das Reglement ist neu in diesem Jahr: Die Leistung der nun neu aufgeteilten Grades („Wettkampfsklassen“) wird für die Mannschafsmedaillen bei der Equropameisterschaft zusammengerechnet. Sprich: Aus jedem Grade fließen Ergebnisse in die Medaillenwertung ein. Welche Reiter aus welchem Grade das sind, wird vorher von der Mannschaftleitung festgelegt. Deutschland fehlten am Ende 2,429 Punkte zur Bronzemedaille im Heden, dem zweiten Stadion in der Nähe des Ullevi-Fußballstadions, in dem der „Regelsport“ stattfindet. Bronze ging an die Niederländer, bei denen Frank Hosmar, Grade V, mit dem elastischen Alphaville v. Sandreo, den man sich auch gut in jeder Konkurrenz im Regelsport ganz vorne vorstellen kann, punktete. Dem Reiter ist kaum eine Behinderung auf dem Pferd kaum anzusehen – Platz zwei, 73,36 Prozent. Auch Nicole den Duik, Grade II, und Wallach v. Future-Rohdiamant trugen mit ihrem zweiten Platz, 73,03 Prozent, maßgeblich zur Bronzemedaille (216,965) bei.

Starke Briten

Silber gewannen die Dänen (220,351), Gold die Equipe Groß Britanniens. Julie Payne, Grade I, in dem nur Schritt geritten wird, brachte hier mit Athene Lindebjerg 78,107 Prozent mit. Sie verwies die Deutsche Elke Philipp mit Regaliz v. Rubinero (74,714) auf Platz zwei in dieser Klasse. Philipps war die beste der deutschen Abordnung. Die Britin Sophie Wells und der Fidertanz-Sohn Fatal Attraction siegten in der Grade V-Aufgabe mit 73,581 Prozent. Außerdem punktete für die UK-Mannschaft noch Suzanna Hext, Grade III, mit der bayerischen Stute Abira v. Don Perignon.

Grippegeschwächt am Start

Pech hatte die deutsche Grade II-Reiterin Alina Rosenberg. Seit dem Flug nach Göteborg kämpft sie mit einem grippalen Infekt und ist entsprechend eingeschränkt. Als ihr Oldenburger Wallach Nea’s Daboun v. Dressage Royal, übrigens ein väterlicher Halbbruder zu Helen Langehanenbergs Damsey, sich einmal wegen eines schreienden Säuglings auf der Tribüne erschrak, war die Konzentration dahin. Rosenberg verritt sich, vergaß das Halten und ließ viele Punkte liegen. „Dafür sind wir eigentlich nicht hier hergekommen“, sagte sie leicht enttäuscht. Allerdings verfüge sie noch nicht über die Championatsroutine wie andere Paare, so Rosenberg weiter. „Und morgen kann ich ja noch einmal reiten.“

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