Paralympics: Gold für die Briten, Silber für Deutschland

Paralympics 2016

Große Freude bei Alina Rosenberg über Mannschaftssilber der Deutschen bei den Paralympics 2016 in Rio. (© Liz Gregg)

Deutschlands Para-Dressurreiter haben bei den Paralympics in Rio de Janeiro die Erwartungen voll erfüllt. Aber um den bislang ungeschlagenen Briten vorbeizuziehen, hat es auch diesmal nicht gereicht.

Bronze ging an die Para-Equestrians aus den Niederlanden. Mannschaftssilber ist auch deshalb ein Riesenerfolg, weil die Deutschen bei den Weltreiterspielen in Caen 2014 und bei den Europameisterschaften in Deauville 2015 jeweils auch den Holländern den Vortritt lassen mussten.

Eine Einzelmedaille war allerdings auch heute nicht drin. Elke Philipp und Regaliz, die heute den Championship Test im Grade Ib absolvieren mussten, hatten den Ausgang der Teamwertung in der Hand – allerdings ohne zu wissen, wie knapp der Abstand zwischen den Teams war, denn das wollte die Reiterin verständlicherweise lieber gar nicht wissen. So ritt sie unbelastet zu mehr als 73 Prozent. Das reichte! Allerdings nicht in der Einzelwertung. Da wurde es „nur“ Platz vier.

Ähnlich war es zuvor Steffen Zeibig und Fine Feeling im Grade II gegangen. Selbstkritisch räumte Zeibig ein, er habe vielleicht etwas viel riskiert, fühle sich aber gut bewertet. „Es ist schon erstaunlich, dass wir das hier ohne Einzelmedaille geschafft haben“, sagte Bundestrainer Bernhard Fliegel über den Teamerfolg, an dem am Vortag bereits Alina Rosenberg mit Nea’s Daboun und Carolin Schnarre mit Del Rusch beteiligt gewesen waren. Hier hatte es zwei fünfte Plätze gegeben. „Es liegt einfach am guten Schnitt, dass wir sogar drei Prozent vor den Niederländern rangieren. Man merkt schon, dass es den meisten noch an Erfahrung bei so einem großen Championat fehlt. Aber man merkt auch: Da wächst was heran.“

In der Einzelwertung dominierte im Grade Ib die Britin Sophie Christiansen auf Athene Lindebjerg. Silber ging an ihre Landsmännin Anne Dunham mit Lucas Normark. Eine Überraschung war die Bronzemedaille für den Brasilianer Sergio Oliva auf Coco Chanel.

Und auch in Grade II wurde der Union Jack gehisst, diesmal für Natasha Baker mit Cabral. Sie setzte sich gegen die beiden Niederländerinnen Demi Vermeulen auf Burberry und Rixt van der Horst auf Caraat durch.