Royal Ascot ohne Royals

Wie machen die das bloß, scheint Queen Elizabeth II. sich hier gerade zu fragen.

Queen Elizabeth II (unten links) bei der Vielseitigkeits-EM 2015 in Blair Clastle. (© Pauline von Hardenberg)

Heute beginnt in Großbritannien eines der prestigeträchtigsten Galoppsport-Meetings der Welt, Royal Ascot. Seit ihrer Inthronisierung 1953 hat die Queen kein Meeting verpasst. Dieses Jahr wird das erste sein.

Corona-bedingt findet Royal Ascot ohne Zuschauer vor Ort statt – und damit auch ohne royale Unterstützung. Für die Queen, die ja als Pferdenärrin bekannt ist und selbst einen Rennstall betreibt, muss das sehr bitter sein. Seit nun fast 70 Jahren hat sie kein einziges Meeting versäumt. Wenn das Rennen stattfand, war auch sie vor Ort.

Das ist nicht der einzige Einschnitt 2020 auf der Rennbahn nahe Schloss Windsor. Eigentlich war geplant gewesen, das Preisgeld dieses Jahr deutlich zu erhöhen. Erstmals sollte es in zwei der insgesamt acht Gruppe I-Rennen um jeweils eine Million Pfund gehen. Insgesamt sollten 8,9 Millionen Euro ausgeschüttet werden.

Doch angesichts der ausbleibenden Zuschauer wird daraus nichts. Wie der Geschäftsführer Guy Hendersen erklärte, generiert Royal Ascot rund 70 Prozent seines Einkommens aus den Einnahmen durch die Eintrittspreise und die Verpflegung der Besucher vor Ort. So wurde das Preisgeld nicht erhöht, sondern mehr als halbiert.

Es werden trotzdem die besten Rennpferde der Welt antreten (allerdings wohl keine aus Deutschland). Um wenigstens ein bisschen Ascot Flair zu zaubern, wurden die Fans aufgefordert, sich Rennbahn-fein zu machen, wenn sie die Ereignisse zuhause vor dem Fernseher verfolgen und die Fotos in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Und um eine Spende in Höhe von fünf Pfund wurde ebenfalls gebeten.

Quelle: www.faz.net

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