Herpesausbruch in Hessen: zehn tote Pferde, weitere sind erkrankt

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Laut der Hessenschau ist auf dem Reiterhof Beselich, Landkreis Limburg-Weilburg, eine Herpes-Epidemie ausgebrochen. Bis Dienstag wurden bereits zehn Pferde eingeschläfert, weitere 25 Pferde sollen erkrankt sein.

Ein besonders aggressiver Herpes-Virus treibt derzeit sein Unwesen auf dem Reiterhof Beselich. „So etwas habe ich noch nie gesehen. Das ist der Horror, wie die Pest“, erklärt Dr. Richard Hirschhäuser, Vertrauenstierarzt des Hessischen Pferdesportverbandes und mit seinem Team im Dauereinsatz. Aufgrund der vielen Todesfälle und Erkrankungen geht Dr. Hirschhäuser davon aus, dass es sich um einen ungewöhnlich aggressiven Erregerstamm handeln muss. Dass es definitiv Herpes beim Pferd ist, ist von der Uniklinik Gießen bestätigt worden.

Der Pferdesportverband Hessen hat bereits reagiert und die Hessischen Meisterschaften für das kommende Wochenende (15. bis 17. Juli) abgesagt. „Wir empfehlen, nicht an Turnieren teilzunehmen und je nach Möglichkeit die Reiter- und Pferdehöfe in Hessen unter Quarantäne zu stellen“, erklärt Verbandssprecherin Heidrun Witz. Es gibt bereits viele Höfe im Umkreis von 100 Kilometern, die ein Transportverbot für Pferde ausgesprochen haben und auch fremde Pferde nicht mehr in ihren Stall lassen.

Herpes ist keine melde- oder anzeigepflichtige Krankheit. Aus diesem Grund können auch keine Verbote für Veranstaltungen ausgesprochen werden. Veterinärämter und Tierärzte haben sich abgesprochen und hoffen, dass die Krankheit schnell und effektiv eingedämmt werden kann. Schon Anfang diesen Jahres gab es in Millstedt, Schleswig-Holstein, mehrere tote Pferde durch einen Herpesausbruch.

Weitere Informationen gibt es hier oder unter: www.psv-hessen.de