Leipzig: Interview mit Christian Ahlmann zum Abschied von Taloubet Z

Partner Pferd 2013

Christian Ahlmann und Taloubet Z nach ihrem Sieg im Großen Preis von Leipzig 2013. Das Weltcup-Turnier im Rahmen der Partner Pferd war immer ein gutes Pflaster für den Mann aus Marl. (© Hellmann)

In Leipzig, dort wo er einst Christian Ahlmann zum Weltcup-Sieger machte, wird Taloubet Z dieses Wochenende offiziell aus dem Sport verabschiedet. Christian Ahlmann spricht über den Hengst, mit dem er weit über 2 Millionen Euro im Springsport verdient hat.

Welche Erinnerungen kommen in Ihnen hoch, wenn Sie auf die Karriere von Taloubet Z blicken?

Christian Ahlmann: Das sind viele Erinnerungen, nicht nur an das Weltcup-Finale hier in Leipzig, das für uns das beste und herausragende Einzelergebnis war und auch die weiteren zwei Großen Preise, die er noch hier gewonnen hat. Jetzt wo die Verabschiedung feststand, hab ich natürlich auch überlegt, wo er sonst so gewonnen hat und auf einmal noch so viele Erfolge wiederentdeckt, die man schon fast wieder vergessen hat – da wurde mir nochmal ganz bewusst, was er so geschafft hat in all den Jahren.

Was macht Taloubet Z so besonders?

Christian Ahlmann: Taloubet Z ist im Umgang der liebste und ruhigste Partner, selbst als Deckhengst. Im Parcours ist er dann aber wie ein heißgekochter Ferrari, der sofort von null auf hundert geht und jeden Sprung aus jeder Wendung springen kann. Die Sprungkraft und Energie, die er hat, ist enorm.

Wie sieht denn ein Rentnerleben eines solchen Topsportlers dann in der Praxis aus?

Christian Ahlmann: Taloubet Z ist einfach gerne in Bewegung und wird auch gerne geritten, also wird er auf jeden Fall nach Sonntag noch weiter locker trainiert. Er wird noch mehr auf die Weide gehen, als er es bisher eh schon getan hat und nun auch vermehrt im Deckeinsatz sein. Es wird sich zeigen, wie lange er noch weiter geritten wird, wir werden das tun, womit er sich wohl fühlt und was ihm gut tut.

Wie lassen sich denn seine bisherigen Nachkommen so an?

Christian Ahlmann: Er hat bisher nur wenig gedeckt, der sportliche Einsatz stand bisher im Vordergrund. Aber unter den wenigen Nachkommen sind schon jetzt sehr erfolgreiche Pferde, zum Beispiel war davon einer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Er vererbt sich also offensichtlich gut. Wir selbst haben drei, die gerade angeritten sind und ein Pferd ist jetzt acht, der wird sicher dieses Jahr in Großen Preisen eingesetzt. Gemeinsam haben sie, dass sie sehr viel Blut und Energie haben und viel Talent am Sprung.

Wird am Sonntag nach dem Sparkassen-Cup ein Tränchen fließen?

Christian Ahlmann: Puh, ich weiß es nicht… ich rede mir jetzt schon seit langem ein, dass das ein schöner Tag ist… und das ist es ja auch, denn sich mit 18 Jahren topfit auf höchsten Niveau springend zu verabschieden, und gerade vor dem Leipziger Publikum… das wird sicher ein toller Tag!

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