Steve Guerdats Weltcup-Sieger Alamo künftig unter israelischer Flagge

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Steve Guerdat und Alamo. (© www.toffi-images.de)

Dreimal hat Steve Guerdat, der Weltranglisten-Erste, das Weltcup-Finale der Springreiter gewonnen. Einer seiner Partner bei diesen Erfolgen hat nun einen neuen Reiter, ebenfalls kein Unbekannter.

Mit Alamo hatte Steve Guerdat letztes Jahr in Göteborg das Weltcup-Finale gewonnen. Es war das erste und letzte Championat für das Paar. Bereits im Januar wurde bekannt, dass Guerdat den Rappen nicht weiterreiten wird. Wie Worldofshowjumping berichtet, geht der zwölfjährige KWPN-Wallach in Zukunft unter dem Sattel des für Israel startenden Daniel Bluman. An diesem Wochenende sind die beiden in Traverse City in den USA erstmals im Turniereinsatz.

Bluman erklärte gegenüber Worldofshowjumping, dass der Besitzer des Rappen, der Mexikaner Gerardo Pasquel Mendez, in den vergangenen Monaten mit ihm trainiert hatte. „Weil er sich mehr um sein Unternehmen kümmern muss, hat man mich gefragt, ob ich Interesse hätte, Alamo zu reiten.“ Und ob er das hatte! „Alamo hat schon einige großartige Dinge mit einem meiner größten Idole geleistet, Steve Guerdat. Es ist eine einmalige Chance, ihn reiten zu dürfen.“

Natürlich sei er sehr glücklich, Alamo jetzt in seinem Beritt zu haben – insbesondere in Hinblick auf die Olympischen Spiele 2021. „Ich habe nun ein weiteres Pferd, das in den ganz großen Springen gehen kann.“ Er habe den Wallach in den vergangenen Monaten schon recht gut kennengelernt und sieht dem Debüt zuversichtlich entgegen. „Ich werde es langsam angehen lassen und einige mittlere Springen mit ihm reiten. Dann sehen wir weiter“, erklärte er seine Strategie.

Über Alamo

Als Steve Guerdat mit Alamo Weltcup-Sieger wurde, sagte er später, er fühle sich dem Pferd gegenüber verpflichtet, sein Allerbestes zu geben, denn das sei genau das, was Alamo auch tue – alles für seinen Reiter tun. Seit 2017 hatte Guerdat den Rappen v. Ukato unter dem Sattel. Er kam in den Niederlanden zur Welt, wechselte fünfjährig den Besitzer, der ihn dann seinerseits an den Mexikaner Francisco Pasquel verkaufte, der ihn wiederum 2016 seinem Bruder Gerardo Mendez Pasquel anvertraute.

Pasquel ritt Alamo zunächst selbst, stellte aber rasch fest, dass der Wallach mehr Potenzial hat, als 1,45 Meter-Springen. Im Oktober 2017 saß der Olympiasieger 2012 zum ersten Mal in Alamos Sattel. Rund einen Monat später gewannen sie beim Weltcup-Turnier in Helsinki ihren ersten Großen Preis. 2018 siegten sie unter anderem im Rolex Top Ten Finale in Genf. Und 2019 folgte der Weltcup-Sieg.

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