World Dressage Masters für Bankrott erklärt

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Die höchstdotierte Dressurserie der Welt, die World Dressage Masters, bzw. deren Veranstalter sind pleite.

2008 waren die World Dressage Masters ins Leben gerufen worden. Sie sollten im Viereck das werden, was die Global Champions Tour im Parcours ist: eine weltweite Serie, die mit den höchsten Preisgeldern die besten Reiter anzieht. Hinter der Idee steckte eine holländische Investorengruppe, der es in den ersten Jahren gelang, sehr potente Sponsoren zu gewinnen. Das waren beispielsweise die Firma Exquis, die Nürnberger Versicherungen, die Schwedin Antonia Ax:son Johnson, Jerich International und Jiva Hill.

2015 gab es die ersten Probleme. Inzwischen hatte die VIAN Gruppe aus der Ukraine die Rolle des Sponsoren übernommen. Im südfranzösischen Vidauban fand damals eine WDM-Etappe statt. Zu dem Zeitpunkt lebte die deutsche B-Kaderdressurreiterin Bernadette Brune noch auf der Anlage und war auch Turnierveranstalterin. Sie verklagte die WDM Gruppe, nachdem Preisgelder nicht ausgezahlt wurden.

Brune gewann den Prozess, erhielt aber dennoch kein Geld, denn inzwischen war die WDM Organisation offiziell bankrott erklärt worden. Laut Eurodressage führt auch die VIAN Gruppe einen Prozess gegen WDM. Der Geschäftsführer Mykhaylo Parkhomchuk erklärte laut der Internetseite, dass der Prozess noch immer laufe. „Wir sind der festen Überzeugung, dass WDM betrogen hat. Die letzten Gelder, die wir gezahlt haben, damit das CDI5* in Mechelen 2016 stattfinden konnte, haben sie sich einfach in die Tasche gesteckt und die Turnierorganisation musste die Prüfung aufgrund von Finanzierungsmangel absagen. Wir haben nicht die Absicht, die Sache unter den Tisch fallen zu lassen.“

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