Dublin: Nationenpreis-Duell Italien gegen Irland

Piergiorgio Bucci und Cassallo Z sicherten Italien den Sieg im FEI-Nationenpreis von Dublin.

Piergiorgio Bucci und Cassallo Z sicherten Italien den Sieg im FEI-Nationenpreis von Dublin. (© FEI/Tony Parkes)

Die Gastgeber und die Gäste aus Italien mussten gegeneinander stechen im Nationenpreis der Springreiter von Dublin, Irland. Am Ende war der Gast König.

Zum Leidwesen der Gastgeber. Beide Mannschaften, Italien und Irland, hatten nach den zwei schweren Umläufen auf dem Traditionsturniergelände der Royal Dublin Society keinerlei Fehlerpunkte auf dem Konto. Also musste gestochen werden. Für Italien trat Piergiorgio Bucci auf Casallo Z. Irland schickte Denis Lynch mit All Inclusive ins Rennen. Letzterer war als erster dran. Alles lief gut bis zum letzten Sprung. Daran wischte der Argentinus-Sohn vorbei. Damit war der Weg frei für die Italiener. Piergiorgio Bucci ging kein Risiko ein und steuerte seinen Hengst fehlerfrei ins Ziel. So hatten die Iren bei ihrem Heimspiel das Nachsehen. Denis Lynch war untröstlich: „Das hat All Star noch nie getan. Ich hätte vielleicht einen Galoppsprung mehr machen können, aber ich wollte die Italiener unter Druck setzen. Ich möchte mich bei meinem Team entschuldigen, ich habe sie im Stich gelassen.“ Auch Equipechef Robert Splaine machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Ich wäre sehr viel glücklicher, wenn der Pokal hier vor mir stehen würde. Aber so ist es nun einmal nicht. Wir sind nicht glücklich, Zweite geworden zu sein. Aber wir wurden von einem sehr guten Team geschlagen.“

Für das „gute Team“ ritten neben Piergiorgio Bucci und Casallo Z (0/0/0), Lorenzo de Luca auf Ensor de Litrange (0/0), Emilio Bicocchi mit Ares (0/8) und Bruno Chimirri mit Tower Mouche (aufg./0).

Die irische Mannschaft hatte zwei Rivalen in ihren Reihen: Bertram Allen, der Irland seinen Einzelstartplatz bei den Olympischen Spielen in Rio gesichert hatte, und Greg Broderick, der Irland tatsächlich dort vertreten soll. Angesprochen auf diese Situation und warum die Wahl auf Broderick und nicht Allen gefallen war, hatte letzter kurz und knapp geantwortet: „Ask Robert Splaine!“ Zu Deutsch: „Fragen Sie Robert Splaine!“ Dann fügte er aber noch hinzu: „Natürlich bin ich sehr enttäuscht.“ Heute hatte er Hector van D’Abdijhoeve gesattelt, der im ersten Umlauf acht Fehler hatte und im zweiten null geblieben war. Greg Broderick und sein Olympiapferd Going Global waren zweimal strafpunktfrei ins Ziel gekommen, ebenso war es dem vierten Mann ergangen, Cian O’Connor mit Good Luck.

Platz drei teilten sich mit jeweils zwölf Strafpunkten die Mannschaften aus Schweden und den USA.

Die Ergebnisse in der Übersicht finden Sie hier.

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