Dublin: Sensationeller Erfolg für Mexiko, Deutschland verpasst das FEI-Nationenpreis-Finale

LONGINES FEI JUMPING NATIONS CUP™ OF IRELAND 2018

Mexiko jubelt zusammen mit Equipechef über den Gewinn der Aga Khan Trophy beim Nationenpreis-Turnier in Dublin, Irland, 2018. (© FEI/JON STROUD MEDIA)

Der CSIO5* in Dublin war die letzte Station der FEI-Nationenpreis-Serie vor dem Finale in Barcelona. Einen echten Überraschungserfolg landeten die Mexikaner. Weniger Grund zum Jubeln gibt es aus deutscher Sicht, denn nach Dublin steht fest: Barcelona sieht dieses Jahr kein Schwarz-Rot-Gold.

Sieben Mannschaften der Europa Division I qualifizieren sich für das prestigeträchtige und lukrative FEI-Nationenpreisfinale in Barcelona. Deutschland rangiert auf Rang acht. Mit gerade mal 2,5 Punkten Abstand zu den Mannschaften auf den Plätzen sechs und sieben. Otto Becker und seine Reiter haben 315 Punkte gesammelt in einer Saison, die bis zum CHIO Aachen mehr schlecht als recht lief. Davor liegen mit jeweils 317,5 Zählern Schweden und Großbritannien.

Mexiko mit belgischer Unterstützung

Die Entscheidung brachte der Nationenpreis in Dublin. Dort konnten sich überraschend die Mexikaner, die eigentlich eher als Außenseiter angereist waren, gegen einige der besten Teams der Welt durchsetzen.

Wobei so verwunderlich ist der Erfolg vielleicht dann doch nicht. Denn als Equipechef begleitete Stanny van Paesschen die Mexikaner. Der Olympiamedaillengewinner und Vater von Constant van Paesschen ist Belgier. Und den Belgiern gelingt diese Saison einfach alles, was sie anpacken. Sie führen auch die Nationenpreiswertung an. Vielleicht hatte das auf die Belgier abgefärbt, denn mit gerade mal acht Strafpunkten ließen sie die Olympiasieger aus Frankreich, die Italiener sowie die Europameister aus Irland vor heimischer Kulisse hinter sich (alle 12 Fehler), die sich das Preisgeld für den zweiten Platz teilen mussten.

Für Mexiko ritten Eugenio Garza Perez auf Victer Finn DH Z (12/0), Federico Fernandez mit Landpeter do Feroleto (4/4), Patricio Pasquel auf Babel (0/0) und Enrique Gonzales mit Chacna (4/0).

Weitere Doppe-Nullrunden kamen von Alexandra Francart mit Volnay du Boisdeville für Frankreich, Luca Marziani im Sattel von Tokyo du Soleil für Italien sowie Laura Kraut und Zeremonie für die fünftplatzierten US-Amerikaner (16 Fehler).

Iren in Form

Die Iren sind in Form, auch wenn sie im Nationenpreis Mexiko den Vortritt lassen mussten. Aber im gestrigen Highlight, den Stablelab Stakes über zwei Runden mit Hindernissen von 1,50 bis 1,60 Meter Höhe hatten die Reiter von der Grünen Insel die ersten drei Plätze holten können. Es siegte Shane Sweetnam auf der erst zehnjährigen Indra van de oude Heihoef v. Casantos, gefolgt von Mark McAuley mit dem neunjährigen Jasco vd Bisschop v. Dulf vd Bisschop und Cameron Hanley im Sattel von Eis Isaura, auch diese Tinka’s Boy-Tochter mit zehn Jahren noch mit ihrer ganzen Karriere vor sich.

Und auch im wichtigsten Springen am Mittwoch, dem Sport Ireland Classic mit Stechen über bis zu 1,60 Meter hohe Sprünge, waren die Iren nicht zu schlagen. Der Sieg diesmal an Darragh Kenny mit Baloou du Reventon. Marc McAuley wurde erneut Zweiter, diesmal auf dem Schweden Miebello v. Flyinge Quite Easy. Steve Guerdat hielt mit Hannah, auch dies eine Dulf vd Bisschop-Tochter, die Schweizer Flagge auf Rang drei hoch.

Aus Deutschland sind in Irland keine Reiter am Start gewesen. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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