Göteborg: Reichlich Schleifen für die deutschen Springreiter

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Kevin Staut und Ayade de Septon (© Claes Jacobsson/GHS)

Eine goldene Schleife war zwar noch nicht drin für die deutschen Springreiter bei der letzten Weltcup-Qualifikation in Göteborg, aber dafür diverse andere. Ein Überblick.

Das Eröffnungsspringen am Donnerstag sah den Iren Denis Lynch mit dem Belgier Ho Go van de Padenborre v. Darco als Sieger. Die Deutschen ließen es noch ruhig angehen in dem Zwei-Phasen-Springen über 1,40 Meter. Mit zwei Fehlern waren Marcus Ehning und Comme il faut (v. Cornet Obolensky) noch platziert, Marco Kutscher und Van Gogh v. Numero Uno mit drei Strafpunkten hingegen nicht mehr.

Danach war Frankreichs Kevin Staut an der Reihe. Mit der neunjährigen Selle Francais-Stute Unna de Kerglenn v. Cap Kennedy Bois Margot gewann er das 1,50 Meter-Zeitspringen mit deutlichem Vorsprung. Hier konnte sich Christian Ahlmann auf Colorit v. Coriano an sechster Stelle platzieren. Auch Marco Kutscher und Clenur v. Carinue waren fehlerfrei, aber nicht schnell genug für die Platzierung.

Am Freitag Morgen mussten die Springreiter zu für sie ungewohnt früher Stunde ran, um neun Uhr. Am ausgeschlafensten war – zur Freude seiner Landsleute auf der Tribüne – Henrik von Eckermann auf dem Holsteiner Hengst Little Lord v. Lasino, die deutlich schneller waren als der Rest. Rang drei ging an die elfjährige Zangersheider Stute Cristy v. Canturo. Als Zehnte noch im Geld waren auch Christian Ahlmann und der achtjährige Zangersheider Clintrexo v. Clintissimo Z dank fehlerfreiem Umlauf. Dies ist erst das zweite gemeinsame Turnier des Paares. Premiere war in Leipzig, wo die beiden in der Youngster-Tour gut platziert gewesen waren. Im Stall Ahlmann steht der Hengst allerdings schon länger. Nur war er zuletzt von Ahlmanns Bereitern, Angelique Rüsen und James Braden, vorgestellt worden.

Im abendlichen 1,50 Meter-Zeitspringen war Kevin Staut erneut unschlagbar, diesmal mit der elfjährigen Wandor van de Mispelaere-Tochter Ayade de Septon. Erneut platziert waren auch Marcus Ehning und Comme il faut auf Rang vier. Für Holger Wulschner gab es in diesem Springen die erste Schleife. Er saß im Sattel des Hannoveraners Skipper v. Stolzenberg. Zwei Plätze dahinter standen Christian Ahlmann und sein neues Pferd, die zwölfjährige Vigo d’Arsouilles-Tochter Funke van’t Heike, die er seit Anfang des Jahres reitet.

Heute ging es mit einem weiteren französischen Sieg in der Göteborg Trophy (1,55 Meter mit Stechen) weiter, diesmal durch Aldrick Cheronnet auf dem zehnjährigen Tanael Des Bonnes. Hier waren Marco Kutscher und Clenur die besten Deutschen auf Rang vier. Für Holger Wulschner gab es eine weitere Schleife, die ihm diesmal sein bewährter Holsteiner Caretino-Sohn Cavity verdiente. Der hatte zwar einen Abwurf im Normalparcours, legte aber eine Zeit vor, die schnell genug war für Rang zehn.

Der Tag endete mit einem Joker-Springen. Hier triumphierte Belgiens Nicola Philippaerts auf der 13-jährigen Clinton-Tochter Ustina Sitte. Holger Wulschner war erneut im Geld, diesmal mit der neunjährigen Hannoveraner Stute Catch Me T v. Contagio.

Schleifensammler in der Youngster Tour

Markus Brinkmann wurde gerade in den B-Kader der Springreiter berufen. In Göteborg zeigt er, dass er neben seinen Toppferden noch einiges an Talent in der Hinterhand hat. Das Talent hört auf den Namen Kingston van het Akenhof und ist ein siebenjähriger BWP-Wallach v. Electro-Caesar van de Helle. Göteborg ist erst sein viertes Turnier mit Brinkmann. Der hatten den Wallach für die Youngster-Tour mitgenommen. In der ersten Prüfung am Freitag wurden die beiden Dritte. Heute platzierten sie sich an sechster Stelle.

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