Hamburg: Roger Yves Bost Sieger im Mercedes-Benz Championat

Roger Yves Bost und Quaoukoura du Ty

(© Pauline von Hardenberg)

Er kam als 13. und letzter Starter ins Stechen und er wollte
mit Quaoukoura du Ty gewinnen – Europameister Roger Yves Bost kann am Sonntagabendin einem GLA 220 VCDI 4Matic des Sponsors nach Frankreich fahren. Das Nachsehen hatte Bosts Landsmännin Penelope Leprevost mit Mylord Carthago.

Gut 60.000 Euro ist der 170 PS-Diesel wert, da lohnt es sich schon mal, eine vergleichbare Leistung aus seiner 1-PS-Variante herauszuholen. Genau das tat der Franzose Roger Yves Bost. Und wie! Mit Quaoukoura du Ty ritt er nach vorne, ohen Rücksicht auf Verluste. Penelope Leprevost hatte zuvor mit Mylord Carthago lange Zeit in Führung gelegen. Ihre 42,37 Sekunden nach einem Ritt mit engen Wendungen und einem Pferd, das zu jeder Zeit geschmeidig über die Sprünge kam und seien sie noch so schräg angeritten, sahen in der Tat nach dem Siegesritt aus. Doch dann kam Bosti! Mit dem französischen Hengst Quaoukoura du Ty, einem Schimmel, der den Holsteiner Calido zum Vater hat, nahm er seiner Teamkameradin über eine Sekunde ab: Bei 41,2 Sekunden blieb die Uhr stehen.

Der Schimmel hatte schon gestern die zweite Abteilung gewonnen und auch in Nörten Hardenberg war das Paar am vergangenen Wochenende siegreich. Bost freute sich, „mit Pferden bin ich gerne schnelln unterwegs, mit dem Auto habe ich es eher langsam angehen lassen.“ Aussprechen kann den komplizierten Namen Roger  Quaoukoura du Ty auch Bost nicht, „ich sage immer nur – der Schimmel“.

Glücklich war Penelope Leprevost, deren Mylord Carthago nach einer einjährigen Turnierpause wieder zurück im Turniergeschehen ist. In La Baule hatte er schon ein S-Springen gewonnen, nach Hamburg hatte die zierliche Französin den Schimmel gar nicht unbedingt zum Gewinnen mit nach Klein Flottbek genommen.

Eine Punktlandung gelang Christian Ahlmann mit dem Westfalen Cornado II v. Cornet Obolensky und dem Schweden Rolf Göran Begtsson mit dem Holsteiner Stempelhengst Casall v. Caretino. Beide brauchten für ihre fehlerfreien Stechritte exakt 43,58 Sekunden Platz drei und 3730 Euro Gewinngeld, Himmelfahrt in Klein Flottbek hat sich also gelohnt. Ahlmann sagt, „Cornado II ist ein Pferd mit Zukunft, in Neumünster ist er das erste Mal in der schwereren Tour gegangen, jetzt steigert er sich langsam rein in den großen Sport.“

Fünfter wurde Ludger Beerbaum, dessen Chaman einen sehr guten Eindruck hinterließ (0/44,62) vor Hamad Ali Mohammed al Attiyah aus Katar im Sattel von Whitaker (0/45,27). Eher gemächlich ließen es auf dem weitläufigen Derbyplatz bei strahlendem Sonnenschein Gerco Schröder/NED und Cognac Champblanc (0/47,29, Platz sieben) und der Norweger Geir Gulliksen mit Edesa S Banjan v. Toulon angehen (0/47,43, Platz acht). Die drittbeste Zeit, 42,77 Sekunden, aber ein Abwurf, bedeuteten für Marcus Ehning und Plot Blue Platz neun.

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