Jos Verlooy zum dritten Mal in Folge Belgischer Meister der Springreiter

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Das Podium der Belgischen Meisterschaften 2021 mit Champion Jos Verlooy in der Mitte, Silbergewinner Thibeau Spits links daneben und Gilles Thomas mit Bronze rechts. (© Zangersheide)

Historischer Erfolg für den 26 Jahre jungen Belgier Jos Verlooy: Zum dritten Mal in Folge wurde er in Lanaken Landesmeister, und das auch noch dreimal mit demselben Pferd. Dabei war er heute der älteste auf dem Podium im Gestüt Zangersheide.

Um ihren reiterlichen Nachwuchs brauchen die Belgier sich zumindest im Springen keine Sorgen zu machen. Das wurde heute bei den Belgischen Meisterschaften in Lanaken deutlich. Mit seinen 26 Jahren war der alte und neue Meister Jos Verlooy der älteste auf dem Treppchen. Silbermedaillengewinner Thibeau Spits ist 20, Bronzegewinner Gilles Thomas 23.

Zwei Finalrunden führten heute in Lanaken zum Titel. Oder auch nicht, wie unter anderem der bis dato führende Olympia-Dritte Gregory Wathelet feststellen musste. Im ersten Umlauf fiel zweimal die Stange mit seinem Comme il faut-Sohn Faut il de 7 Vallons, in Runde zwei gab er auf.

Der einzige, der im ersten Umlauf fehlerfrei geblieben war, war Thibeau Spits mit seiner Stute Classic Touch DH. Jos Verlooy lag in Führung mit seinem Varoune, hatte aber einen Abwurf. Spits hatte es in der Hand, ihm den Titel abzunehmen. Er durfte sich sogar einen Abwurf erlauben. Aber nicht noch einen Zeitfehler dazu. Das Glück war heute wohl auf der Seite des Titelverteidigers, denn genau so kam es: Spits sammelte fünf Strafpunkte, was mit 6,98 Punkten Silber für ihn bedeutete. Auch ein Riesenerfolg!

Gold holte mit 6,96 Zählern Jos Verlooy. Bronze ging mit 9,60 Punkten an Gilles Thomas. Der neue Meister war zunächst voll des Lobes über sein Pferd, den 13-jährigen Varoune:

„Es ist unglaublich, und ich bin sehr glücklich darüber, wie mein Pferd heute sprang. Dreimal diese Meisterschaft zu gewinnen, immer mit demselben Pferd, darüber wird man in Belgien noch lange sprechen.“

Und dann lobte er seine Kollegen auf dem Podium: „Ich bin selbst noch jung, fühle mich aber ziemlich alt zwischen diesen beiden Jungs. Ich nahm schon an großen Turnieren teil, als die beiden noch Kinder waren. Mir geht wirklich das Herz auf, wenn ich sehe, wie die beiden heute mit dem starken Druck umgegangen sind.“