St. Tropez: Die Nummer eins war die Nummer eins, Triumph für Steve Guerdat mit Olympiakandidat

183688209_4232132920177440_2788878651621709804_n

Lob nach gelungener Runde im Großen Preis beim CSI5* von St. Tropez für Venard de Cerisy von Steve Guerdat. (© Hubside Jumping)

Kein Vorbeikommen heute an Steve Guerdat beim Hubside Jumping in St. Tropez! Und das mit einem Pferd, an das außer ihm eigentlich keiner geglaubt hat.

Für den Großen Preis, dem Höhepunkt des Fünf-Sterne-Wochenendes in St. Tropez, hatte der Weltranglisten-Erste Steve Guerdat den zwölfjährigen Selle Français-Wallach Venard de Cerisy gesattelt.

Auf die Entwicklung dieses Wallachs sei er besonders stolz, weil er stets als sehr talentiert, aber auch sehr schwierig angesehen worden war, hatte Guerdat neulich im Podcast „Zwei mehr, bisschen Fuß“ von En Garde Marketing erklärt. Siebenjährig habe er den Wallach bekommen, achtjährig sei er mit ihm „ausgelacht“ worden, sagte Guerdat. Heute ist Venard de Cerisy neben Bianca Guerdats Hoffnung für die Olympischen Spiele in Tokio.

Wieso Guerdat stets an die Qualitäten dieses Open Up Semilly-Sohnes geglaubt hat, hat Venard bereits an anderer Stelle demonstriert – etwa als er 2019 den Großen Preis beim CSIO St. Gallen gewann. Im selben Jahr gewann er zudem ein Fünf-Sterne-Springen Spruce Meadows und den Coup de Genève beim CHI Genf.

Von 46 Paaren im Großen Preis schafften es neun ins Stechen. Und von denen blieben nur vier ohne Abwurf. Steve Guerdat und Venard de Cerisy lieferten mit 39,13 Sekunden die schnellste Null-Fehler-Runde.

Zweiter wurde der Spanier Eduardo Alvarez Aznar im Sattel des Ogano Sitte-Sohnes Legend (39,79) vor Frankreichs Penelope Leprevost im Sattel von Vancouver de Lanlore (40,85).

Nummer vier im Quartett der Nuller war der US-Reiter Brian Moggre auf Balou du Reventon, dem Pferd, das zuvor Darragh Kenny für Irland über Championatsparcours getragen hat.

Bester Deutscher war David Will mit C Vier mit einem Abwurf im Normalparcours und einer Zeit, die für Rang 15, aber nicht mehr für die Platzierung reichte.

Bei Christian Ahlmann und Take A Chance On Me Z waren es acht Strafpunkte geworden. Daniel Deußer und Killer Queen kamen mit neun Fehlern aus dem Parcours.