Stuttgart: German Master für Christian Ahlmann und einen Württemberger

Vater des Erfolgs: Colorit, hier unter Christian Ahlmann auf dem Weg zum Titel des German Master 2015.

Christian Ahlmanns Colorit stellte zwei Württemberger Landeschampions, die beide aus der Zucht seines Besitzers Klaus Isaak stammen. (© www.stuttgart-german-masters.de)

Da war die Freude nicht nur beim Reiter groß! Christian Ahlmann ritt den Württemberger Hengst zu einem Quasi-Heimsieg im German Masters-Springen von Stuttgart und nimmt dafür ein neues Auto mit heim.

Mit dem 60 000 Euro teuren polarweißen Mercedes GLC 22 fuhr am Ende ein anderer die Ehrenrunde: Christian Ahlmann legte mit Colorit im Stechen, das sieben der zwölf Starter erreicht hatten, in 33,06 Sekunden die schnellste Runde hin und siegte zum zweiten Mal nach 2012 in diesem Freitags-Highlight des Stuttgarter Turnierprogramms. Den 12jährigen Schimmelhengst von Coriano-Capitol, hat der Doppel-Europameister von 2003 erst im Sommer von David Will übernommen. Experten wussten: Colorit kann auch schnell! Das bewies der Württemberger am Freitagabend, als er dem Zweitplatzierten John Whitaker mit der For Pleasure Tochter Ornellaia 1,51 Sekunden abnahm. Die 7 500 Zuschauer feierten „ihren“ Hengst aus der Zucht von Hans-Dieter Weimer aus Bondorf, zum ersten Mal hat ein Pferd Württembergischer Zucht einen der beiden Spring-Klassiker in Stuttgart gewonnen. Besitzer des Siegerhengstes ist Klaus Isaak. Vor zwei Jahren hatte Colorit in der Schleyer-Halle den Titel „Masterhengst“ verleihen bekommen, jetzt ist er auch German Master. Der Schimmel mit den interessanten braunen Flecken schien sich selbst zu freuen über seinen Erfolg, bockte fröhlich auf der Ehrenrunde.

An dritter Stelle hinter John Whitaker wurde überraschend der 25jährige Alexander Hinz aus Diepholz im Sattel des Oldenburger Hengstes Campitello v. Concetto-Come On. Der junge Niedersachse ritt im Umlauf eine flotte, sichere Runde und bestätigte mit einer ebenfalls strafpunktfreien Runde im Stechparcours in 38,89 Sekunden seine Nachnominierung für das Stuttgarter Turnier durch Bundestrainer Otto Becker. Hinz ließ so prominente Reiter wie den Kevin Staut, Europameister 2009, (Platz vier, 4 Strafpunkte, 33,84 Sekunden) und seine Freundin Penelope Leprevost, aktuell Weltranglisten-Dritte hinter sich. Die Französin setzte im Stechen alles auf eine Karte und wendete so eng, dass ihre schwedische Stute Nice Stephanie den Absprung nicht mehr finden konnte. Mit zwölf Strafpunkten beendete sie den Parcours auf Platz sieben.

Mit dem 13jährigen Hengst Camilo LS La Silla (v. Portofino-Cor de la Bryère) hatte sich zuvor der Mexikaner Alberto Michan Halbinger ohne Strafpunkte in 61,84 Sekunden für den German Master qualifiziert, er gewann das Fehler/Zeitspringen am Freitagnachmittag. Wertvolle Punkte sammelte auch Reed Kessler auf dem zweiten Platz mit Charity, einer westfälischen Stute von Cayetano, 0/63,98 Sekunden. In guter Form präsentiert sich der junge Schwede Douglas Lindelöw, er ritt den 12jährigen Holsteiner Wallach Casello v. Casall- Carolus ohne Strafpunkte in 64,22 Sekunden auf den dritten Platz. Sein Punktekonto für den Start im German Masters hatte er damit erfüllt, ging am späten Freitagabend als erster Starter in den Parcours im Kampf um eines der wertvollen Autos, die es in Stuttgart traditonsgemäß zu gewinnen gibt.

Für Vorjahressieger Ludger Beerbaum war der Parcours schon nach wenigen Sprüngen beendet: Quasi ohne Ansage verweigerte sein Chaman ausgerechnet vor dem in der Mitte der Halle aufgebauten Mercedes-Stern und machte Beerbaums Hoffnung auf eine Wiederholung des Sieges von 2014 zunichte. Sein Aufgeben war danach nur konsequent.

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