Vejer de la Frontera: Britisches Team gewinnt Nationenpreis und deutsche Mannschaft Erfahrung

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Die siegreiche britische Nationenpreismannschaft von Vejer de la Frontera (© Oxer Sport)

Ganze 20 Nationen nutzten die Chance, um im spanischen Vejer de la Frontera noch einmal einen Nationenpreis unter freiem Himmel zu reiten. Der Sieg ging an Großbritannien. Deutschland verpasste den zweiten Umlauf, Equipechef Ralf Runge war trotzdem zufrieden mit seiner Mannschaft.

Das britische Quartett im 1,45 Meter-Nationenpreis von Vejer de la Frontera unter der Ägide von Di Lampard hatte am Ende lediglich zwei Zeitfehler auf dem Konto. Helden des Tages für das Vereinigte Königreich waren Alex Thompson auf Cathalina S (0/1), Karl Robins, der mit G Camille HBF zweimal null war, Matthew Sampson auf Geneve R (0/1) sowie Joseph Clayton und Gentlemen van het Veldhof, die allerdings mit 8 und 9 Fehlern in beiden Runden das Streichergebnis lieferten.

Platz zwei ging nach Brasilien. Hier leistete sich keiner der ersten drei Mannschaftsreiter einen Abwurf und Felipe Guinato auf Bigstar musste gar nicht mehr an den Start gehen. Dass es am Ende trotzdem vier Fehler für das Team wurden, lag daran, dass sowohl Karina Johannpeter mit Escape-Adventure und Matheus Corrêa im Sattel von Zeusz in beiden Umläufen je einen Zeitfehler kassierten. Felipe Amaral und Androide 3K blieben zweimal null.

Rang drei holten die Schweizer mit neun Fehlern aus Runde eins, wo es fünf Strafpunkte für Barbara Schnieper auf Quick Fire und vier für Alain Jufer mit Dante MM wurden. Niklaus Schurtenberger und Lireu kamen mit 17 Strafpunkten aus dem Parcours, die das Streichergebnis darstellten. In Runde zwei wendete sich das Blatt. Edouard Schmitz und Quno lieferten die Doppelnull. Schnieper und Jufer kamen ebenfalls fehlerfrei durch den zweiten Umlauf. Schurtenberger und Lireu mussten gar nicht mehr starten.

Deutsches Team mit zwei Rookies

Die deutsche Mannschaft wurde von Ralf Runge als Equipechef gemanagt. Sie setzte sich aus zwei Erfahrenen Reitern und zwei Nationenpreisneulingen zusammen: David Will mit Babalou und Jens Baackmann auf Caprice gingen als die alten Hasen als erste bzw. letzte Starter in den Parcours. Wills Stallkollegin Nicola Pohl und Exelero gaben ihr Nationenpreis-Debüt von Startplatz zwei aus und Pia Reich mit Chaconie waren drittes Paar der Mannschaft.

Am Ende wurden es 14 Fehler, jeweils fünf bei David Will und Pia Reich sowie vier bei Jens Baackmann. Nicola Pohl (28) und der Chacco-Blue Sohn Exelero waren super unterwegs bis zum Einsprung der Dreifachen Kombination, wo die Linie nicht passte und es einen Stopp gab. Danach brachten sie den Parcours wieder ohne Abwurf zu Ende. Doch zu den Strafpunkten der Verweigerung gesellten sich dann natürlich noch einige Zeitfehler. „Das war wirklich schade“, so Runge.

Hoch zufrieden war er mit der Premiere von Pia Reich (25): „Sie war sehr konzentriert und fokussiert und hat wirklich top geritten. Leider hatte sie einen frühen Fehler und bekam am Ende noch einen Zeitstrafpunkt.“ Dennoch befand Runge am Ende: „Unsere beiden Debütantinnen Pia Reich und Nicola Pohl haben einen tollen Job gemacht und viel gelernt.“

Bei Jens Baackmann und Caprice war es übrigens nicht eine Stange, die die vier Fehler verursachten, sondern ein Tritt aufs Begrenzungsband des Wassergrabens. Runges Fazit: „Am Ende waren 14 Strafpunkte ein paar Punkte zu viel, mit zehn hätten wir vielleicht noch den zweiten Umlauf erreicht. Natürlich wäre es schön gewesen, weiter vorne zu stehen. Aber hier ging es in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln.“

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