Oudkarspel: Japan vor Indien und Triumph auf ganzer Linie für die Pony-Vielseitigkeitsreiter

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In keiner Prüfung beim Vielseitigkeitsturnier in Oudkarspel, Niederlande, konnte das Springen noch etwas an der Spitzenrangierung ändern. Wohl aber dahinter. Aus deutscher Sicht war vor allem der Auftritt der Ponyreiter ein voller Erfolg.

Denn bei den Ponys ging sowohl der Sieg in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung souverän an die Mädels von Bundestrainer Fritz Lutter. Allen voran Sophia Rössel und Camillo WE legten eine Super-Prüfung hin mit Start-Ziel-Sieg. Daran konnten auch zwei Abwürfe im Parcours nichts mehr ändern.

Auf Rang zwei arbeiteten sich Jule Krüger und Golden Grove Simon mit einer von nur zwei fehlerfreien Geländerunden von Platz 17 nach vorne – trotz Abwurfes im Parcours, den wiederum auch nur ein Paar ganz ohne Strafpunkte überwinden konnte: Maya Marie Fernandez auf Kick, die als Sechste zum deutschen Teamsieg beitrugen.

Noch davor reihte sich als Vierte Maxima Homola im Sattel von Lalube ein, flankiert von zwei Niederländerinnen: Michelle Twinkels und Snow auf Rang drei, die ebenfalls null durchs Gelände kamen, und Lisa Joosse auf Rathcline Dream als Viertplatzierte. Wobei Homola Lalube nur in der Einzelwertung ritt. Für die Mannschaft hatte sie Nutcracker an den Start gebracht, mit dem sie Neunte wurde.

Fritz Lutter hatte zwei Teams in die Niederlande geschickt. Die Reiterinnen der zweiten Mannschaft hatten dieses Wochenende einen weniger guten Lauf. Sie alle schieden im Gelände aus: Jette Lakeberg auf Nadeshi, Nicolette Massmann mit Majestro, Antonia Peiss auf Diabas und Charlotte Schulze Zurmussen im Sattel von Pascal S.W.

Gegenüber der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) betonte Lutter, er sei trotzdem zufrieden: „Die ersten vier haben die Trainingseindrücke aus dem Winter voll bestätigt. Und auch die, die hier einen Vorbeiläufer hatten, haben einen guten Job gemacht. Der Kurs war anspruchsvoll, zum Beispiel waren viele Sprünge aus Wendung anzureiten. Es ist ja noch früh in der Saison und es haben auf jeden Fall alle hier etwas gelernt. Selbst, die die nicht beendet haben. Nach dem, was ich gesehen habe, bin Ich für die weitere Saison recht zuversichtlich.“

Die weiteren Ergebnisse

Der asiatische Kontinent war gut vertreten in Oudkarspel. Das Highlight des Turniers, die CCI3*-L-Prüfung, ging nach Japan, an Atsushi Negishi im Sattel von Ventura de la Chaule. Nach der Dressur hatte der Olympiareiter von 2012, der als erklärtes Karriereziel eine Medaille in Tokio 2020 angibt, noch auf dem dritten Platz gelegen, arbeitete sich dann aber mit einer recht flotten Geländerunde auf den ersten Platz vor, den er im Springen dank fehlerfreier Runde verteidigte.

1, 3, 2 – so lauteten die Plätze, die der indische Bettina Hoy-Schüler, im Laufe der Prüfung inne hatte. Er saß im Sattel von Hoys ehemaligem Erfolgspferd Seigneur Medicott, hatte nach der Dressur die Führung übernommen, fiel dann aber zunächst auf den dritten Platz zurück, um sich dann nach fehlerfreiem Springen wieder an zweite Position zu kämpfen. Dritte wurde Lara Schapmann mit Quincy Royal.

In der Drei-Sterne-Kurz-Prüfung behielt die Österreicherin Lea Siegl auf Fighting Line die Nase vorn. Die Tochter des Championatsreiters Harald Siegl hatte am Ende 34,60 Minuspunkte auf dem Konto.

Das genügte, um die deutsche Phalanx in dieser Prüfung auf Abstand zu halten. Am dichtesten dran kamen mit 35,70 Minuspunkten Nadine Marzahl und Valentine, gefolgt von Heike Jahncke auf Mighty Spring, Simone Boie mit Scotch, Gesa Staas mit St. Stacy, Anna Siemer und Butts Avondale, Melina Rytir und Fairy Tale CR sowie Katharina Grupen auf Royal Favorite.

Einen weiteren deutschen Sieg gab es im CCI2*-L durch Felix Etzel und Polartanz vor vier Landsleuten: Joelle Celina Selenkowitsch auf Akeby’s Zum Glück, Ben Philipp Knaak mit Cocolares, Gesa Staas auf Classic Royetta sowie noch einmal Etzel, diesmal auf Stalliwa T.

Alle Ergebnisse aus Oudkarspel finden Sie hier.

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