Bettina Hoys Seigneur Medicott ist verkauft

Bettina Hoy und Seigneur Medicott waren 2016 die ersten deutschen Sieger vor Blenheim Palace (© Adam Fanthorpe/Blenheim Palace International Horse Trials)

Seit Jahren war die Rede davon, dass Bettina Hoy Seigneur Medicott verkauft werden sollte. Nun ist es so weit.

Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Bettina Hoy: „Schweren Herzens gebe ich den Verkauf von Seigneur Medicott bekannt.“ Ein großes Trostpflaster: Der Westfale wurde an einen Schüler von Hoy verkauft, den Inder Fouaad Mirza. So wird die Deutsche Meisterin ihren „Micky“ auch weiterhin begleiten können. Das Ziel für das Paar sind die Asian Games 2018. Bettina Hoy: „Ich wünsche Ihnen alles Glück der Welt!“

Der Inder Fouaad Mirza ist 25 Jahre jung und war bislang mit verschiedenen Pferden bis Drei-Sterne-Niveau im Einsatz.

Erfolgsgeschichte

Als Bettina Hoy den heute elfjährigen Seigneur Medicott v. Seigneur d’Alleray xx-Finley M zum ersten Mal sah, war ihr klar: Traumpferd! Gezogen wurde er von Michael Bogner, dem verdankt Seigneur Medicott seinen Spitznamen Micky. Die ersten Jahre seines Reitpferdedaseins verbrachte Micky im Stall des Springreiters Klaus Reinacher. Bettina Hoy probierte ihn sechsjährig das erste Mal aus und war vom Fleck weg begeistert.

2012 bestritten die beiden ihre ersten Turniere, zunächst in England, wo Hoy ja lange gelebt hat. Sie waren sofort vorne platziert. Jeder Start endete mit einer Schleife, nicht selten einer gelben. Bereits 2013 folgten die ersten Ein- und Zwei-Sterne-Prüfungen. 2015 folgte das Debüt auf Drei-Sterne-Niveau in dem schwierigen Gelände von Boekelo blieb Micky ohne Hindernisfehler, der Durchbruch.

So erfolgreich ging es weiter. In Luhmühlen 2016 hätte Seigneur Medicott die Vier-Sterne-Prüfung gehen sollen, verletzte sich aber auf dem Turniergelände noch vor dem Start und musste zurückgezogen werden. Dafür gewann er wenige Monate später in Blenheim als erstes deutsches Pferd die lange Drei-Sterne-Prüfung. Danach blieb er noch weitere drei Male ungeschlagen auf Drei-Sterne-Niveau, zuletzt in Luhmühlen, wo er seine Reiterin zur Deutschen Meisterin machte.

Sie wurden ins EM-Team für Strzegom berufen und begannen mit einer fantastischen Dressur. Im Gelände verlor der Wallach jedoch zwei Eisen und war dann so verunsichert, dass er nicht mehr zusprang und es schließlich zu einem Sturz kam, der glücklicherweise für Reiterin und Pferd glimpflich ausging. In Langenhagen gewannen sie dann noch einmal die Zwei-Sterne-Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 26,6 Minuspunkten.

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