Pau: Erster 4*-Start, erster 4*-Sieg für Thibault Fournier, Ostholt einziger Deutscher in der Wertung

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Thibault Fournier und Siniani de Lathus gehen bei ihrem ersten Vier-Sterne-Einsatz beim CCI4* Pau in Führung nach dem Gelände. (© Facebook/4EDPofficiel)

Stell dir vor, du reitest deine erste Vier-Sterne-Prüfung. Was hoffen wohl die meisten? Beenden. Wovon wagt man kaum zu träumen? Einer Schleife. Was wurde es für den 23-jährigen Thibault Foutier in Pau? Der Sieg!

Nachdem Thibault Fournier und sein langjähriger Partner Siniani de Lathus das Gelände mit ihrem Dressurergebnis von 29,5 Minuspunkten beendet hatten, konnten sie mit einigem Abstand als Führende ins abschließende Springen starten. Einen Abwurf durften sie sich leisten. Die Britin Gemma Tattersall war ihnen mit dem elfjährigen Hannoveraner Perigueux-Sohn Pamero auf den Fersen und musste vor ihnen in den Parcours. Mit einer fehlerfreien Runde erhöhten sie den Druck auf den Franzosen noch einmal.

Aber der blieb cool. Den einen Springfehler machte er zwar, aber keine weiteren. Das bedeutete den Sieg in seiner ersten Vier-Sterne-Prüfung für Thibault Fournier. Zweite wurde Gemma Tattersall auf Pamero, der in seinem Leben auch erst die dritte Vier-Sterne-Prüfung ging. Die erste war Pau 2016, wo er ausschied. Im Frühjahr war er 22. in Badminton gewesen.

Der dritte Platz ging an ein weiteres Talent aus Frankreich: die 26-jährige Clara Loiseau auf Wont Wait. Auch für diese beiden war es der erste Vier-Sterne-Einsatz.

Die Ergebnisse der Deutschen

Andreas Ostholt hatte nach dem gestrigen Gelände mit seinem Toppferd So is et auf einem guten achten Platz gelegen, zog ihn aber vor dem Abschlussspringen zurück. Wie der Warendorfer gegenüber Vielseitigkeitssport Deutschland berichtete, hat „Soey“ sich wohl im Gelände verletzt, vermutlich bei einem Rumpler. Das wird nun zuhause in Ruhe abgeklärt.

Trösten konnte Andreas Ostholt sich mit dem guten Abschneiden seiner zehnjährigen Corvette, die in Pau ihre erste Vier-Sterne-Prüfung ging und nach der Dressur sogar Dritte gewesen war. Im Gelände gab es einen Vorbeiläufer, der erklär- und vermeidbar war. Im Springen hatten sie zwar vier Fehler, doch die resultierten nicht aus einem Abwurf, sondern aus der Überschreitung der erlaubten Zeit. Alles in allem ein viel versprechender Auftakt!

Bettina Hoy und Designer waren super unterwegs gewesen im Gelände, doch dann habe es ein Missverständnis zwischen ihnen beiden gegeben, berichtet die verhinderte Olympiasiegerin 2004 auf ihrer Facebook-Seite. Sie entschied sich dafür, auf das Springen zu verzichten und lieber früher den Heimweg anzutreten. Ihrem westfälischen Wallach ginge es aber gut, schreibt sie.

Andreas Dibowski und Butts Avedon hatten gestern eine Verweigerung im Cross, so dass der Döhlener sich entschloss, aufzugeben.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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