Böckmanns Spitzenhengst Quattro B gestorben

Die Hengststation Böckmann in Lastrup trauert um einen ihrer dienstältesten und erfolgreichsten Hengste, den Selle-Francais-Fuchs Quattro B.

Aufgrund von Altersbeschwerden musste Quattro erlöst werden. Er wurde 24 Jahre alt. Der Franzose war zum einen selbst ausgesprochen doppelbegabt, zum anderen gab er diese Talente auch an seine Nachkommen weiter, die in Viereck und Parcours bis zur schweren Klasse zuhause sind. Und er schuf in Deutschland eine eigene Linie, denn ohne Quattro kein Quando-Quando (2008 Olympia- und 2006 WM-Pferd von Kristy Oatley, AUS) und ohne Quando-Quando kein Quaterman und ohne Quaterman kein Bundeschampion Quaterback, der die Dressurpferdezucht im Osten revolutioniert hat. Quando-Quando war einer von insgesamt 15 gekörten direkten Söhnen des Quattro B.

Hinzu kommen unendlich viele erfolgreiche Sportpferde wie Qualite S unter Björn Nagel/UKR, Quanta Costa mit Beat Mändli/SUI, Valhalla unter Jamie Kermond/AUS, Loro Piana Quinta Roo mit Lucia Vizzini/ITA, Suzie Quattro unter Luciana Diniz/POR, Roxanne unter Alexander Schill, Quichotte mit Johannes Ehning, Queeno mit Mario Stevens, Indiana mit Louise Saywell/GBR, Quattrina R mit Fabio Botto/ITA und Quinaro/Henry Vaske. Im Viereck erfolgreich waren Quinto unter Gerhard Pietsch, Quincy mit Andrea Wilimzig, Queeny unter Victoria Michalke, Quantum Tyme mit Evi Strasser/CAN, Quit Vincit Dynamis mit Fabienne Lütkemeier und Quantico unter Heike Kemmer. In internationalen Vielseitigkeiten sind FST Schoensgreen Quebec, Quantino, Anabolia und Quaid erfolgreich. Quite Easy holte sich 2007 unter ihrem Züchter Frank Ostholt Gold bei der WM der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde in Frankreich.

Quattros Vater Qredo de Paulstra ist ein Enkel des Almé-Sohnes Galoubet, einem der besten Springpferdevererber weltweit. Und mit Uriel in dritter Generation kommt auch von der Mutterlinie bestes französisches Springpferdeblut. Überhaupt sind aus Quattros Mutterlinie Dutzende internationale Springpferde hervorgegangen. Zu denen Quattro selbst auch zählte, denn unter Gilbert Böckmann startete er erfolgreich in Weltcup-Springen, ging aber auch im Viereck erfolgreich bis M-Dressur.

Nicht nur die Station Böckmann, ganz Deutschland verliert mit Quattro B einen außergewöhnlichen Hengst.

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