Stationen Maas J. Hell und Schockemöhle einigen sich im Streit um Calido

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Herbert Ulonska und Holsteiner Hengst Calido. (© Bugtrup)

Nach mehreren Jahren wurde nun ein Vergleich erzielt im Rechtsstreit zwischen der Hengststation Maas J. Hell und der Paul Schockemöhle Pferdehaltungs GmbH um die Zuchtrechte an Springpferdevererber Calido.

Der Fall war vor dem Oberlandesgericht Schleswig verhandelt worden. Die Parteien haben sich auf eine Vergleichssumme von 200.000 Euro geeinigt, welche die Station Maas J. Hell an Paul Schockemöhle zahlen muss. Dafür behält Hell Calido im Stall.

Hintergrund des Streits war, dass Paul Schockemöhle Calido seit 2010 eigentlich gepachtet hatte. Der Holsteiner Spitzenvererber sollte während der Decksaison in Mühlen stehen und ansonsten wie gewohnt in Klein Offenseth. Als Herbert Ulonska 2011 die Station Maas J. Hell übernahm, blieb Calido jedoch entgegen der Abmachung in Schleswig-Holstein. Ulonska war der Meinung, dass er die gesamte Station gekauft hatte, also auch Calido. Schockemöhle beharrte darauf, den Hengst gepachtet zu haben.

Herbert Ulonska kommentierte: „Ich denke, das ist ein fairer Vergleich, mit dem alle Betroffenen gut leben können. Ich kann es jedenfalls ohne wenn und aber.“ Auch Margarethe Hell, Witwe des Stationsbegründers Maas J. Hell, ist erleichtert, das eine faire Regelung für den Disput gefunden wurde: „Ich bin froh, das diese Sache erledigt ist. Calido war für mich und für meinen Mann immer ein Herzenspferd – und ich weiß, das Calido auch im Herzen von Herbert Ulonska seinen Platz hat.“

Inzwischen ist Calido v. Cantus-Coriander 26 Jahre alt, aber immer noch züchterisch aktiv. Er zeugte bedeutende Sportpferde wie beispielsweise Coupe de Coeur und kann auf mehr als 80 gekörte Söhne verweisen.

 

Quelle: PM/Züchterforum

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