Amsterdam: Klarer Grand Prix-Sieg für Isabell Werth und Weihegold

csm_gm169720_3189d532db

Isabell Werth und Weihegold bei ihrem Ritt zum Sieg in der Weltcup-Qualifikation von Stuttgart 2016. (© in.Stuttgart)

Das war deutlich! In Amsterdam, wo im vergangenen Jahr der Stern von Isabell Werth und Weihegold aufgegangen war, siegte das Paars an der Spitze der Weltrangliste auch dieses Jahr mit Weile. Zumindest schon mal im Grand Prix.

82,120 Prozent standen auf der Anzeigetafel für die zwölfjährige Oldenburger Eliteschau-Siegerin, mehrfache Hengstmutter und Olympiasiegerin v. Don Schufro-Sandro Hit. Isabell Werth brachte die Stärken von Weihegold in den versammelten Lektionen voll zur Geltung und insbesondere die leichte Anlehnung und die gute Selbsthaltung prägten die Aufgabe. Allerdings gab es hier und da auch Ecken und Kanten in der Prüfung. Insbesondere die Zweierwechsel wollten heute gar nicht klappen. Trotzdem waren die Richter sich einig, dass an dem Paar einmal mehr kein Weg vorbei führte. Der Brite Andrew Ralph Gardner bei C gab ihnen gar 84,20 Prozent.

Titelverteidiger in Form

Rang zwei ging an die Weltcup-Titelverteidiger, Hans Peter Minderhoud mit dem braven Florestan-Sohn Flirt. Der nun 16-jährige in der Schweiz gezogene Fuchs glänzte auch heute wieder durch absoluten Gehorsam. Aber, ebenfalls ein bekanntes Problem, von Rahmenerweiterung während der Verstärkungen war da nichts zu sehen. In den Passagen greift das rechte Hinterbein häufig deutlich weiter vor als das linke. Aber alles in allem war das eine sehr korrekte Runde. Unter dem Strich kamen die beiden auf 77,820 Prozent.

GBR’s Gentlemen

Auch das Paar auf Platz drei hatte heute nicht seinen besten Tag erwischt: Carl Hester mit Nip Tuck. Der großrahmige KWPN-Wallach war zwar wie immer gut vor den treibenden Hilfen seines Reiters, aber in den Trabverstärkungen schlichen sich Taktfehler bzw. deutlich ungleiche Tritte ein, bei dem Übergang aus der ersten Piaffe in die Passage machte der Wallach einen Satz nach vorne und die Passagen selbst hatte man schon deutlich energischer gesehen. Ein Highlight hingegen: die Serienwechsel, sowohl die Zweier als auch die Einer. Allerdings schlich sich dann beim letzten Umstellen in der Zick-Zack-Traversale wieder ein kleiner Schnitzer ein als Nip Tuck vor der Hilfe umsprang. Alles in allem gab es 76,260 Prozent gab es für die Vorstellung.

Hollands Olympiapaar

Vierter wurde das holländische Olympiapaar Edward Gal mit dem De Niro-Sohn Voice. Gal stellte den Hengst geschickt vor, konnte aber nicht überspielen, dass sich zwischenzeitlich ungleiche Tritte einschlichen und dass der Hengst in den Piaffen nicht unter den Körper fußt, sondern eher nach hinten rausschaufelt (74,680).

Zaire war „an“!

Zweitbestes deutsches Paar waren mit 72,840 Prozent auf Rang sieben Jessica von Bredow-Werndl und ihre holländisch gezogene Son de Niro-Tochter Zaire. Schon beim Einreiten sah man: Zaire hat die Winterpause mehr als gut überstanden. Da war jemand sehr „an“! So kam es denn auch, dass die Stute in der Trabverstärkung einmal angaloppierte und insgesamt ziemlich unter Strom stand. Dennoch, dem gegenüber steht eine sehr schöne Anlehnung mit guter Selbsthaltung und absolutes Gleichmaß in allen drei Tempi in allen Grundgangarten. Da ist noch jede Menge Luft nach oben!

 

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.