Trakehner Siegerhengst Kaiser Milton vorerst wieder auf dem Klosterhof

Neumünster – Trakehner Hengstmarkt 2017

Trakehner Siegerhengst 2017: Kaiser Milton v. Millennium. (© Stefan Lafrentz)

Nach langem Klinikaufenthalt steht der Trakehner Siegerhengst von 2017, Kaiser Milton, wieder auf dem Klosterhof Medingen.

Der Klosterhof Medingen hat dem Millennium-Sohn Kaiser Milton ein Weihnachtsgeschenk gemacht und den Hengst vor Weihnachten aus der Klinik zurück auf den Klosterhof geholt. In einem Facebookpost des Klosterhofs heißt es, dass der Hengst jetzt lahmfrei ist und ab Januar kontrolliert gearbeitet werden kann. Die Aufbauarbeit leistet der Klosterhof solange bis die Besitzverhältnisse des Hengstes geklärt sind.

Rückblick Siegerhengst Odyssee

Das Hin und Her um den Hengst hatte schon auf dem Internationalen Trakehner Hengstmarkt begonnen. Erst hatte es geheißen, der Millennium-Sohn sei nicht zu verkaufen. Dann hatten es sich die niederländischen Besitzer doch anders überlegt und den Hengst zum Verkauf freigegeben. 320.000 Euro war Klosterhof-Chef Burkhard Wahler der Hengst wert. Nach dem Verlust des Elitehengstes Caprimond, sollte mit Kaiser Milton endlich wieder ein Trakehner im niedersächsischen Medingen wirken. Doch der Traum platzte schon, als der Hengst vom LKW geführt wurde. „Bedauerlicherweise kam das Pferd bereits lahm bei uns auf dem Klosterhof Medingen an. Wir haben den Hengst dann in die Klinik gebracht zur weiteren Untersuchung. Anschließend haben wir ihn reklamieren müssen“, sagte Wahler damals gegenüber St.GEORG online.

Kein Kommentar vom Verband

Damals wollte sich der Trakehner Verband zu der Reklamation nicht weiter äußern. Trakehner Zuchtleiter Lars Gehrmann schreibt in einem Aktenvermerk am 7. November 2017: „Der Trakehner Siegerhengst Kaiser Milton ist von seinem Käufer Burkhard Wahler, Klosterhof Medingen, wegen Lahmheit reklamiert worden und steht derzeit unter tierärztlicher Aufsicht. Da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt, zu dem die tierärztlichen Untersuchungen und Stellungnahmen noch nicht abgeschlossen sind, gibt es zur Zeit noch keine weiteren Informationen.“

Auch wenn sich der Hengst jetzt im leichten Aufbautraining befindet, sind sich die beiden Parteien, Klosterhof und Trakehner Verband, noch uneinig über die Zukunft des Hengstes.

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