Welt-Zuchtranglisten: De Niro bleibt Dressurkönig, deutsche Springhengste – aussterbende Haustierrasse?

De Niro

(© www.klosterhof-medingen.de)

Das nennen die Bayern wolle eine „saftige Watsch’n“ – in der heute veröffentlichten Top 10 der Springpferdevererber landete Contendro als bester deutscher Springhengst auf Rang zehn. In der Dressur ist De Niro unangefochten die Nummer eins, Heraldik xx ist weiterhin im Busch das Maß aller Dinge.

Der Hannoveraner Donnerhall-Sohn De Niro führt nicht nur die Dressurwertung an, er hat seinen Vorsprung sogar nach der Saison 2013 ausbauen können. Kein Wunder, gab es doch kaum einen Grand Prix weltweit, in dem nicht ein Nachkomme des Rappen unterwegs war. Mit Desperados (Platz drei), Dablino (13.) und D’Agostino (17.) hat der derzeit drei Söhne in der Top 20 verzeichnet. Zweiter ist der Trakehner Gribaldi, Vater von Totilas, aber eben auch anderen guten Dressurpferden. Auf ihn folgt Jazz, für den vor allem Adelinde Cornelissens Parzival gepunktet hat. Der Rheinländer Florestan (4.), Oldenburgs Dressur-Heros Donnerhall (5.) und sein Sohn Don Schufro (6.) folgende vor dem in Dänemark eingesetzten Holländer Michellino v. Michelangelo/Tr., der neben Mistral Hojris noch weitere Pferde in der Weltspitze verzeichnet. Platz acht geht an den Oldenburger Sandro Hit, hier punktete u.a. Minna Teldes (SWE) Hannoveraner Santana. Der Holsteiner Come Back II und Valegros Vater Negro (KWPN v. Ferro) beschließen die Bestenliste der zehn Premiumvererber Dressur.

Springen – vive la France!
Der Holsteiner Contendro v. Contender, der unlängst nach Frankreich verkauft wurde, hält auf Platz zehn die deutschen Farben im Springlager hoch. Bester Springvererber der abgelaufenen Turniersaison war der auf Almé zurückgehende Baloubet du Rouet, Olympiasieger von Athen unter Rodrigo Pessoa und Vater u.a. von Christian Ahlmanns Taloubet Z und Ludger Beerbaums Chaman. Der ist übrigens das derzeit zweitbeste Sportpferd im WBFSH-Ranking, nur Europameisterin Myrtille Paulois hat noch mehr Punkte sammeln können.
Platz zwei nimmt Kannan ein, ein niederländischer Hengst, der über den Hannoveraner Voltaire auf Furioso II zurückgeht. Dritter ist Quick Star, wie Baloubet du Rouet ein Galoubet-Sohn. Sein Sohn Big Star hat als viertbestes Springpferd des WBFSH-Rankings unter Nick Skelton (GBR) zum Erfolg seines Erzeugers beigetragen. Platz vier nimmt Heartbreaker ein, der KWPN-Hengst v. Nimmerdor, Fünfter ist Diamant de Semilly, dessen Großvater Grand Veneur die zweite Legende der französischen Springfperdezucht neben Almé ist. Diamant de Semilly hat sehr viele international erfolgreiche Pferde hervorgebracht.
Zumindest ein bisschen deutsch ist der sechstplatzierte Hengst, der Belgier Cornet Obolensky, weniger aufgrund seiner Holsteiner Blutelemente, sondern vielmehr weil das Gros seiner Nachkommen, denen er die Topposition verdankt, in Deutschland zur Welt gekommen sind. Siebter ist mit dem Altmeister Darco ein weiterer Belgier vor dem Niederländer Mr. Blue, der auf den Vollblüter Lucky Boy xx zurückgeht. Numero Uno, den früher Marco Kutscher geritten hat, ist zwar holländisch registriert, aber eigentlich rein holsteinische gzogen (Stamm 429). Der Braune vertritt die Landgraf-Linie, die in Holstein gerade bei der Körung eine kleine Renaissance erlebt hat.

Busch – immer wieder Heraldik xx
Auch wenn der Vollblüter Heraldik xx schon länger nicht mehr lebt, seine Nachkommen sind omnipräsent im Busch. Er führt die Liste an vor dem irischen Blüter Master Imp und Ricardo Z, einem Iren, der den Ratina-Bruder Rebel II Z zum Vater und eine niederländische Furioso II-Tochter zur Mutter hat. 
Die Listen im Überblick finden Sie hier!

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