Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg gegen Pferdesteuer

Nein zur Pferdesteuer!

Nein! Zur Pferdesteuer!

Der böse Geist der Pferdesteuer schwebt nach wie vor derzeit vor allem über hessischen Gemeinden. Nun gibt es weitere Unterstützung für die bangenden Reiter, Pferdebesitzer und Hofbetreiber von offizieller Seite.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg hat im Rahmen ihrer Vollversammlung die Pferdesteuer als nicht geeignet bezeichnet, um die finanzielle Situation der Gemeinden zu verbessern. Begründet wurde das zum einen mit den wirtschaftlichen Schäden, die dadurch den Betrieben drohten und zum anderen mit den geringen Erträgen, die durch die Pferdesteuer zu erwarten seien.

In einer Pressemitteilung der IHK Kassel-Marburg, die der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) vorliegt, heißt es: „Statt durch die Erhebung von sogenannten Bagatellsteuern sollten die Kommunen ihrer sicherlich schwierigen Finanzsituation durch Einsparungen auf der Ausgabenseite begegnen, beispielsweise durch eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit.“ Die Einführung einer Steuer, deren Aufkommen in einem offensichtlichen Missverhältnis zum Gesamtsteueraufkommen und zu dem erheblichen Verwaltungsaufwand steht, könne kaum einen wirksamen Schritt zur Sanierung eines defizitären Haushalts darstellen. Die ehrenamtlich in der IHK-Vollversammlung engagierten Unternehmer forderten die hessischen Kommunen Bad Sooden-Allendorf, Weißenborn und Kirchheim daher auf, die Pferdesteuer zurückzunehmen oder wie in Waldkappel, wo derzeit noch diskutiert wird, sie erst gar nicht einzuführen.

Die FN begrüßt den Beschluss der IHK außerordentlich: „In der Argumentation wird deutlich, dass es beim Thema Pferdesteuer auch um die Gefährdung von Arbeitsplätzen in den Kommunen geh“, sagte Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. „Bislang haben sich schon zahlreiche Vertreter aus Sport, Landwirtschaft, Industrie und auch der Bund der Steuerzahler gegen die Pferdesteuer ausgesprochen. Mit der IKH Kassel-Marburg hat nun ein weiterer gewichtiger Verband seine Ablehnung zum Ausdruck gebracht.“