Finale Amateur-Springreiterclub: Petra Höltgen neue Championesse

Neue Championesse bei den Amateurspringern: Petra Höltgen mit Chirio.

Pauline v. Hardenberg

Es war knapp, aber am
Ende hatte in diesem Jahr eine Amazone die Nase vorn: die 46-jährige Petra
Höltgen konnte nach drei Qualifikationsprüfungen durch einen fehlerfreien Ritt
im Stechen der letzten Prüfung erstmals die Siegerehrung bei den
Amateurspringreitern anführen. Sie verdrängte damit den Seriensieger Klaus
Brinkmann auf Platz zwei, Rang drei ging an den Schwaben Michael Vogel.

Schon seit zwölf Jahren ist Petra Höltgen Mitglied im Amateur-Springreiterclub, doch so gut wie in diesem Jahr lief noch kein Finale für sie. Zum vierten Mal hat es die gelernte Apothekenhelferin, die gemeinsam mit ihrem Mann Volker das Gut Blee in Monheim am Rhein betreibt, ins Finale der Amateur-Springreitertrophy geschafft aber die Siegerehrung in Nörten-Hardenberg anzuführen, das war neu. Höltgen saß in diesem Jahr im Sattel ihres selbst gezogenen neunjährigen Wallachs Chirio, einem Cornet-Obolensky-Nachkommen. Das war unser bisher größter Erfolg, freut sich die Mutter zweier Töchter, und es ist umso schöner, da ich das Pferd von der Pike auf selbst ausgebildet habe. Drei Qualifkationsprüfungen führten zum letztendlichen Sieg: In der ersten Prüfung, einem M**-Springen, ließ das spätere Siegerpaar es noch etwas ruhiger angehen, Rang fünf. 24 Starter waren zum Finale des Amateur-Springreiterclubs angetreten, das seit seiner Gründung 1997 alljährlich vor der beeindruckenden Kulisse der Burg von Nörten-Hardenberg ausgetragen wird. Die erste Prüfung war einladend gebaut, entsprechend hoch war die Quote der Null-Fehler-Ritte: Genau die Hälfte der Starter kam ohne Fehler durch den von Frank Rothenberger gebauten Kurs. 

Prüfung Nummer zwei auf dem Weg zum späteren Sieg war ein S*-Springen, auch hier viele gute Bilder und eine entsprechend hohe Anzahl an Nullern elf Reiter kamen ohne Fehler durch die Ziellinie. In der zweiten Wertung siegte Tanja Paul mit Chiva, knapp dahinter setzte sich der Dauerbrenner dieser Serie, Klaus Brinkmann, an dem von 2008 bis 2011 kein Mitreiter vorbeikam. Erst die dritte Wertungsprüfung, ein anspruchsvoll gebauter Parcours mit offenem Wassergraben, trennte die Spreu vom Weizen. Hier blieben sechs Reiter im Umlauf fehlerfrei und kamen damit ins alles entscheidende Stechen. Doch selbst nach ihrem fehlerfreien Ritt im Stechen war noch nicht sicher, ob es diesmal zum Sieg für Höltgen reichen würde als letzter Starter im Stechen hatte Klaus Brinkmann es in der Hand, Sieg und Platzierung noch zu beeinflussen. Dem 60-Jährigen gelang auf seiner zehnjährigen Trakehner Stute Pikeur Formidable (v. Waitaki) zwar der schnellste Ritt im Stechen aber eine Stange fiel und damit war die Entscheidung gefallen. 

Rang drei sicherte sich der Schwabe Michael Vogel im Sattel von Playboy, einem 14-jährigen Parco-Sohn, den er vor zwei Jahren erwarb. Ich hatte schon Jahre vorher ein Auge auf das Pferd geworfen und ich wusste, warum, freute sich der 63-jährige Apotheker, der bereits zweimal im Finale gestanden hatte (2001 Vizechampion, 2008 Rang drei). Überhaupt ist das Jahr 2008 den drei Erstplatzierten in bester Erinnerung: schon vor vier Jahren waren es diese drei Reiter, die einen spannenden Kampf um die Medaillen austrugen. Damals allerdings hatte Klaus Brinkmann die Nase vorn vor Petra Höltgen und Michael Vogel.

Die Rangierung im Finale finden Sie hier

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