Dopingfall bei arabischem Distanzpferd aus Bahrain

Wieder Doping, wieder Distanzsport, wieder einmal ein Königskind und wieder einmal ein Psychopharmakon. Der Weltreiterverband hat heute eine zweijährige Sperre gegen Sheika Najla Bint Salman Al Khalifa aus Bahrain verhängt.

Beim Pferd Salahdin Du Lauragais , das Sheikha Najla Bint Salman Al Khalifa aus Bahrain beim CEIO2* 120 im italienischen Verona San Martino Buon Albergo geritten hat, wurde am 26 Juli 2014 eine Blutprobe genommen. Das Labor in England fand darin das starke Beruhigungsmittel Reserpin, eine verbotene Substanz, die unter anderem schon beim Vielseitigkeitspferd Clifton Promise und auch dem Jahre zurückliegenden Fall des Weltcup-Zweiten Air Jordan eine Rolle gespielt hat. Das hat der Weltreiterverband  (FEI) heute mitgeteilt. Sheikha Najla Bint Salman Al Khalifa ist die Tochter des Königs von Bahrain, ihre Mutter Sabika bint Ibrahim Al Khalifa ist die Erstfrau des Königs und gleichzeitig dessen Kusine. Die 1981 geborene Sheika Najla ist die Schwester des Kronprinzen des Golfstaats.

Das FEI Tribunal hat eine 24 monatige Sperre ausgesprochen, gegen die die Athletin binnen 30 Tagen Einspruch beim internationalen Sportgerichtshof Court of Arbitration for Sport (CAS) einlegen kann. Außerdem wurde sie zu einer Geldstrafe von 2000 Schweizer Franken und Prozesskosten von 1000 Euro verurteilt. Der Distanzsport auf der arabischen Halbinsel ist schon seit längerem das größte Problem der FEI.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.