EPO-Doping: FEI fällt Urteil über Distanzreiter und -trainer

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

Bei den Pferden Sur, geritten von Abdulla Mubarak Rashed Al Khaili (UAE), und Centurion unter Mohd Butti Ghemran Al Qubaisi (UAE) fielen vor knapp einem Jahr im Rahmen eines CSI*-Rennens in Doha bei der Dopingprobe auf. Nun hat der Weltreiterverband (FEI) sein Urteil gefällt.

Bei beiden Pferden wurde die verbotene Substanz Erythropoietin, kurz EPO, gefunden. EPO erlangte traurige Berühmtheit durch die Dopingskandale im Rennradsport. Es wird vor allem in Ausdauersportarten eingesetzt, um die Anzahl der roten Blutkörperchen im Blut zu erhöhen und damit die Sauerstoffaufnahme im Körper zu verbessern. Auf diese Art und Weise kann eine Leistungssteigerung um mehr als zehn Prozent erzielt werden.

Trainer übernimmt Verantwortung

Der Trainer von beiden Pferden, Mohammed Ali Khalifa Al-Attiyah gab später zu, dass er den Pferden das EPO direkt vor dem Wettkampf verabreicht hatte. Die Strafen der Reiter wurden daher von einer zwei- auf eine einjährige Sperre verkürzt, weil die FEI der Meinung hat, dass sie keinen schwerwiegenden Fehler begangen haben oder nachlässig waren.

Sperren und Geldstrafen

Stattdessen wurde der Trainer für zwei Jahre gesperrt. Da er bereits seit dem 5. Juli 2016 nicht mehr in seinem Beruf arbeiten darf und dies angerechnet wird, bleibt er bis 4. Juli 2018 ausgeschlossen. Zudem muss er 3500 Schweizer Franken Strafe zahlen und sich mit 1500 Schweizer Franken an den Prozesskosten beteiligen.

Die Reiter dürfen ab 1. Juni 2017 wieder reiten. Sie müssen jeweils 2000 Schweizer Franken Strafe zahlen und 1000 Schweizer Franken zu den Gerichtskosten beisteuern. Beide Paare wurden von dem betreffenden Rennen disqualifiziert. Die Reiter haben nun drei Wochen Zeit, Widerspruch beim internationalen Sportgerichtshof CAS einzulegen.

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