Ankum: Drei Siege für Fabienne Müller-Lütkemeier

Pferdesport,Dressur, Springen, Voltigieren

Fabienne Müller-Lütkemeier und Fabregaz beim Pfingstturnier in Wiesbaden 2018 (© von Korff)

Würde man Fabienne Müller-Lütkemeier fragen, wie ihr perfekter Turniertag aussieht, würde sie wahrscheinlich antworten: „So, wie gestern!“ Die Paderbornerin ist in Ankum drei Prüfungen mit drei Pferden geritten und hat alle gewonnen.

Los ging es mit dem Grand Prix, für den sie ihren 13-jährigen Bayern Fabregaz gesattelt hatte, „den Großen“, wie sie sagt, ihr derzeit bestes Pferd. Der Florestano-Sohn kam mit 72,967 Prozent aus dem Viereck, das beste Ergebnis der Prüfung, Platz eins.

Auf Rang zwei piaffierte der Drittplatzierte des Louisdor-Preis-Finales, Rebroff v. Robespierrot unter Insa Hansen. Er kam auf 71,067 Prozent. Toller Erfolg für Reiner Schwiebert und den Holsteiner Hengst Catoo: der ehemalige Reitpferdebundeschampion belegte mit 70,733 Prozent Platz drei.

An vierter Stelle gab es ein Wiedersehen mit einem weiteren Louisdor-Preis-Finalisten: Emilio von Ninja Rathjens. 2019 war der imposante Hannoveraner Schimmel v. Earl nur ein Turnier gegangen. Gestern beendete er den Grand Prix mit der ehemaligen Deutsche Bank Reitsport-Akademistin im Sattel auf Platz vier mit 69,40 Prozent. Die Richterin bei M, Ursula Wolgast, hatte die beiden sogar auf Rang eins.

Der einstige zweifache Weltmeister der jungen Dressurpferde, Sa Coeur v. Sir Donnerhall, einst als Spitzenpferd über die PSI-Auktion an die Kasselmann-Stammkundin Elena Knyaginicheva verkauft, wird ja inzwischen von Frederic Wandres geritten. Mit ihm kam er gestern auf 68,833 Prozent, Platz sechs.

Seinen ersten langen Grand Prix ging Helen Langehanenbergs Nachwuchshoffnung Bryan. Mit dem 14-jährigen Dunkelbraunen hatte die Mannschaftsweltmeisterin 2014 Intermédiaire-Prüfungen in Serie gewonnen, seitdem sie im Herbst 2018 das erste Turnier mit ihm geritten war. Beim K+K Cup in Münster stellte sie ihn in Kurz-Grand Prix und Kür vor, wo sie jeweils Rang sechs belegten. Gestern gab es 67,533 Prozent.

Die Youngster-S

Sieg Nummer zwei für Fabienne Müller-Lütkemeier gab es in der Dressurprüfung Klasse S* für sieben- bis neunjährige Pferde. Hier stellte sie den achtjährigen De Niro-Sohn Delavega vor, den ihre Mutter Gina Capellmann-Lütkemeier selbst gezogen hatte. 72,063 Prozent gab es von den Richtern.

Platz zwei teilten sich zwei Paare, die jeweils exakt 71,389 Prozent erhalten hatten. Das war zum einen in seiner ersten S-Dressur und der zweiten Prüfung mit Charlott-Maria Schürmann im Sattel der siebenjährige Oldenburger Damiro. Auch er ist ein De Niro-Sohn, hier aus einer Sandro Hit-Mutter.

Pferd Nummer zwei auf Rang zwei war der achtjährige KWPN-Wallach Hugo v. Spielberg unter Marcus Hermes für den Freiberger Hof.

Ebenfalls seine erste S-Dressur ging der siebenjährige Don Finito v. Don Schufro-Sandro Hit, Nachwuchshoffnung im Stall von Friederike Hahn. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Platz vier mit 69,802 Prozent.

Zudem trat in dieser Prüfung ein Pferd auf, das einst die Niederlande bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vertreten hatte: Genua TC v. Charmeur-Jazz. Der neunjährige Wallach gehört seit Herbst vergangenen Jahres der erfolgreichen Nachwuchsreiterin Sophie Reef, die mit ihm in diesem Jahr bereits in Vechta zweimal Zweite in Prüfungen der Klasse S* gewesen war und kurz darauf in Ankum im Pendant zur gestrigen Prüfung Vierte geworden war. Gestern belegte das neue Paar Platz sieben mit 67,103 Prozent. Genua war bei der WM in Ermelo 2017 unter Jeanine Nieuwenhuis am Start gewesen und hatte im kleinen Finale Rang sieben belegt.

Intermédiaire I

Last but not least stellte Fabienne Müller-Lütkemeier die neunjährige Westfalen-Stute Valencia As v. Vitalis in der Intermédiaire I vor und gewann diese ebenfalls, hier mit 71,623 Prozent. Zweite wurde Marion Wiebusch auf dem 17-jährigen Hannoveraner Rohdiamant-Sohn Renoir Marte’n (70,044), gefolgt von Eva Schulte-Günne mit dem Dimaggio-Sohn Donnerwetter (67,675).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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