Deutsche Meisterschaften in Balve ohne Dorothee Schneiders Showtime

Dorothee Schneider und Showtime bei den DM Balve 2016

Dorothee Schneider und Showtime bei den Deutschen Meisterschaften in Balve 2016 (© Holger Schupp/www.balve-optimum.de)

Einer, dessen Auftritt freudig erwartet wurde, wird bei den Deutschen Meisterschaften der Dressurreiter in Balve – und damit der ersten Sichtung für die Weltreiterspiele – fehlen: Dorothee Schneiders Showtime.

Der Grund: Showtime war verletzt, befindet sich wieder im Training, hat aber noch nicht wieder die Form erreicht, um sich optimal zu präsentieren. Gegenüber Dressursport Deutschland erklärte seine Ausbilderin Dorothee Schneider: „Showi hat es ganz sicher nicht verdient, dass ich ihn mit zur Deutschen Meisterschaft nehme, wenn er eigentlich noch Zeit bräuchte.“ Er werde die Zeit nun bekommen und erst dann wieder an den Start gehen, „wenn alles für ihn perfekt passt“.

Was bedeutet das für die Weltreiterspiele?

Balve ist für die Dressurreiter die erste offizielle Sichtung für die Weltreiterspiele in Tryon. Dass der Mannschaftsolympiasieger von Rio 2016 daran nicht teilnehmen kann, muss aber nicht das WM-Aus sein. Klaus Roeser, der Vorsitzende des Dressurausschusses im Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR), betonte, der Ausschuss stehe hinter Dorothee Schneiders Entscheidung, wenn sie das Gefühl habe, Showtime brauche noch Zeit.

Was den weiteren Weg in Richtung Weltreiterspiele angeht, sagte er: „Pferde, die nicht in Balve am Start waren, können zwar nicht zum Nationenpreis-Team beim CHIO Aachen gehören, aber für die Weltreiterspiele in Tryon fallen die Würfel definitiv erst nach Aachen.“

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Vertretung durch Sammy

Showtime wird in Balve würdig vertreten werden durch Dorothee Schneiders zweites Olympiakader-Pferd Sammy Davis Jr., mit dem Schneider 2017 zur EM-Mannschaft in Göteborg gehört hatte und der sie im Frühjahr zum Weltcup-Finale in Paris begleitet hatte.

Der zwölfjährige Showtime v. Sandro Hit-Rotspon im Besitz von Gabriele Kippert steht in Dorothee Schneiders Stall seit er drei Jahre alt ist. Er hatte die Ausbilderin 2016 zu ihren zweiten Olympischen Spielen begleitet und kehrte goldgeschmückt wieder heim. Nach Rio ging er nur zwei Turniere: Im Dezember 2016 in Salzburg, wo er die Weltcup-Tour gewann und dann wieder in November 2017 in München, wo er siegreich in Grand Prix und Special war.

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